Zwischenbericht Vereinsmeisterschaft

Ein Bericht von Rene

15. Juni 2014

Die Hälte der Vereinsmeisterschaft ist inzwischen gespielt, also ist es Zeit für einen kleinen Zwischenbericht.
In der Kandidatenklasse konnte Frank Sommer das Spitzenspiel in der nachgeholten Partie gegen David Schramm nach hartem Kampf und Zeitnotschlacht für sich entscheiden und liegt nun mit 4,5/5 in Führung. David ist mit 3/4 der engste Verfolger. Yasmeen und Aliyah Schmidt liegen beide mit 2,5/5 im Mittelfeld. Yasmeen ist anzumerken, dass sie längere Zeit nicht mehr Schach gespielt hat und hatte einen holprigen Start mit einigen taktischen Aussetzern, die so nicht zu erwarten waren. Janusch Türk hat 1,5/5 und könnte sicherlich noch konzentrierter bei der Sache sein. Für Shelly Schoeneshoefer ist es das erste richtige Turnier und sie sammelt fleißig Erfahrung gegen Gegner, die alle schon mindestens drei Jahre im Turniergeschehen aktiv sind.
Jakob Speck führt die Vormeisterklasse mit 5,5/6 (hat schon eine Partie vorgespielt) deutlich an. Er spielt einfach geduldig solide Züge und wartet darauf, dass seine Gegner ihm Material hinterher werfen.
Der Überraschungsmann des Turniers ist (bisher) Marvin Lam, der 3,5/4 hat. Wie Jakob spielt er geduldig und solide, macht keine großen Fehler und das reicht dann auch schon.
Anton Engst hat 3,5/5 und zeigt stets ambitioniertes Spiel. Noch nicht so richtig rund läuft es beim Titelverteidiger Peer von Tippelskirch, der 2,5/5 hat und bei zwei seiner Remispartien zwischenzeitlich sehr pleite stand.
Mit 2,5/4 zeigt Florian Popist, dass er in diesem Jahr in dieser Gruppe weiter vorne als im Vorjahr landen möchte. 1,5/4 hat Anton Schellin bisher eingesammelt, in zwei Partien hatte er kleine taktische Aussetzer, aber er freut sich schon auf den Taktikmarathon auf der Herbstreise, um das wieder aufzuholen. Mit 1/4 hat die Wundertüte des Turniers Till Habermann bisher unter seinen Möglichkeiten agiert. Vielleicht sollte er seinen Gegnern nicht in jeder Partie zwei bis drei Bauern vorgeben?! Altmeister (OK, den Begriff habe ich auf der Homepage von der dunklen Seite der Macht geklaut) Peter Raedisch spielt flotte schwungvolle Partien, hat aber in den von ihm angezettelten Verwicklungen nicht immer das bessere Ende für sich und daher 1/5. Lukas Münster hat den September im Ausland verbracht und ist noch nicht so recht ins Turnier gekommen (0,5/3) und Lennert Parnitzke hat zwei gute Stellungen in Zeitnot verdorben, er müsste von seinem Schachverständnis mehr als 0,5/4 Punkte haben.
In der Meisterklasse hat René Mandelbaum mit 4,5/5 den Angriff der Jugend bisher gut überstanden. Leon Apitzsch zeigt sich theoretisch gut vorbereitet und wird mit seinen 3/5 zufrieden sein.
Daniel Lam hat mit 2/4 sein Soll erfüllt und bestätigt sein starkes Ergebnis bei der HET. Eher unzufrieden dürfte Lars Schiele sein, der 1,5/4 hat und in seinen Schwarzpartien böse unter die Räder kam. Allerdings hat er mit Anpfiff der Partien meist schon einen langen Arbeitstag hinter sich und kann sich nicht wie die anderen Faulenzer seiner Gruppe in der Schule ausruhen.
Adrian Schoeneshoefer hat sich in den letzten zwei Jahren von 1300 auf 1800 gesteigert und sucht die Herausforderung gegen harte Gegner. Bisher hat er noch Probleme, die Umstellung von Blitzpartien zu Turnierpartien, in denen man vielleicht auch Mal 20 Minuten für einen Zug nachdenken sollte, um alle Nuancen einer Stellung auszuloten, zu bewältigen.



DE U10 Abschlussbericht

Ein Bericht von Rene

15. Juni 2014

In der 11.Runde teilte Florian in besserer Stellung den Punkt und belegt mit 6 Punkten den 43.Platz, nach DWZ war er an 49 gesetzt. Florian konnte durch die Vor- und Nachbereitung der Partien einiges lernen, wichtig für seine schachliche Entwicklung wäre es, wenn er die Worte der Großmeister Niclas Huschenbeth und Arkadij Naiditsch beherzigt, jede Partie bis zum Ende auszuspielen. In drei seiner Partien war er zu ängstlich und kämpfte nicht bis zum Ende. Seine Bedenkzeit könnte er noch besser ausnutzen, in kritischen Stellungen darf man auch gerne mal länger als drei Minuten reingucken. Er hat schon ein sehr gutes Auge für taktische Möglichkeiten und eine schnelle Auffassungsgabe. Wenn er weiter hart arbeitet, wird er auch in den kommenden Jahren bei den Deutschen Meisterschaften eine gute Rolle spielen.
Das Abschneiden der Hamburger Teilnehmer war insgesamt sehr erfolgreich, einmal Gold und zweimal Silber und viele Ergebnisse über der Erwartung zeigen, dass das Hamburger Trainerteam sehr gut gearbeitet hat.



Update DE U10

Ein Bericht von Rene

12. Juni 2014

In der 9.Runde konnte Florian einen deutlichen Sieg erringen, indem er schwache Felder ausnutze und eine Qualität gewann. In der 10.Runde erkämpfte er sich aus einer etwas schlechteren Position ein Remis und hat mit 5,5 Punkten eine Platzierung im Mittelfeld sicher, kann morgen aber noch weiter oben angreifen.



Update DE U10

Ein Bericht von Rene

12. Juni 2014

Inzwischen sind acht Runden gespielt und Florian liegt mit vier Punkten im Mittelfeld.
In der 6.Runde konnte er lange seiner Vorbereitung folgen und bekam eine sehr aussichtsreiche Angriffsstellung, fand dann aber keinen Ausmacher und einigte sich auf Remis. In der 7.Runde hatte Florian leider in einer Abtauschaktion die Zugreihenfolge vertauscht und schnell eine Figur verloren, was nicht mehr aufzuholen war. In der 8.Runde gelang ihm wieder ein Sieg, auch wenn er bei einem Bauerngewinn reichlich optimistisch die gegnerische Kompensation unterschätzt hatte. Seine Gegnerin hatte in den taktischen Komplikationen aber nicht den rechten Durchblick und so konnte Florian einen Turm erbeuten und die Partie sicher nach Hause fahren.
Heute Nachmittag ist spielfrei und die Freizeit kann für einen Abendteuerspielplatz oder ähnliches verwendet werden.



Zurück in der Erfolgsspur

Ein Bericht von Rene

10. Juni 2014

Nach der gestrigen Doppelnull konnte Florian heute einen energischen Angriff vortragen und nach nur einer Stunde Spielzeit vollstrecken. Nach 15 Zügen hatte er diese Stellung auf dem Brett und war am Zug:
-Diagramm-
Beginnend mit wurde die schwarze Königsstellung abgerissen.
Heute Nachmittag hat er keine Partie und genießt das gute Wetter, morgen geht es dann mit einer Doppelrunde weiter.



Taktik für Einsteiger

Ein Bericht von Rene

9. Juni 2014

Die heutige Doppelrunde brachte leider eine sehr unnötige Doppelnull für Florian. In der 3.Runde hat Florian in komplizierter Mittelspielstellung eine Figur verloren, konnte diese aber wenig später durch einen Spieß zurückerobern. Mit einer feinen Taktik im Endspiel erbeutete er dann eine weitere Figur, die er aber mit einer Rechentiefe von einem Halbzug wieder abgab.
-Diagram 1-
1.Tc6+ war keine so gute Idee, Florian hätte sich überlegen sollen, was der Gegner wohl auf seinen Zug antworten wird.
Trotzdem stand er weiter auf Gewinn, doch dann passierte folgendes:
-Diagram 2-
Wenn Weiß seine Bauern g4 und h4 langsam vorwärts schiebt, sollte nicht mehr viel anbrennen, stattdessen zog Florian 1.f3 und Schwarz fand den Gewinnzug. Sein Gegner hatte übrigens eine DWZ von 1585, was zeigt, dass hier auch nur mit Wasser gekocht wird.
In der vierten Runde bekam Florian erneut einen nominell stärkeren Gegner, welcher Florian nach gutem positionellen Spiel zwei Bauern abknöpfte und einem sicheren Sieg entgegenstrebte, bis sich eine unverhoffte Chance ergab:
-Diagram 3-
Weiß hatte zuletzt Tg5 gezogen, wie hätte Florian sich retten können?
Leider hat Florian diese Möglichkeit nicht gefunden, so dass die Partie verloren ging. Im bisherigen Turnier hat Florian kaum Bedenkzeit verbraucht, wenn er anfängt, um gute Züge zu kämpfen und sich auch mal quält, wird er sicherlich noch einige Punkte einfahren.



Saisonabschlussbericht 3.Mannschaft

Ein Bericht von Rene

9. Juni 2014

Die 3.Mannschaft konnte letztes Jahr in der Kreisliga die Klasse halten (auf dem Papier als zehntstärkste von zehn Mannschaften nicht ganz einfach) und das war auch dieses Jahr wieder das Ziel. Durch die Abgänge von Till und Daniel in die zweite Mannschaft und Lucas Studium in Bonn musste die Mannschaft leicht verändert werden, doch Tobias und Lukas wollten diese Saison auch voll spielen und so konnte Capt`n Peer die Anker lichten.
Runde 1 brachte eine 3:5 Niederlage gegen Langenhorn 2, wobei Dierk leider in den letzten Minuten vor Mitternacht eine Gewinnstellung vergeigte. Egal, chancenlos waren wir nicht.
Erstaunlich glatt verlief die 2.Runde, mit 5,5:2,5 wurde bei Königsspringer 6 gewonnen.
Die 3:5 Pleite gegen SKJE 5 in Runde 3 war blöd, aber viele Absagen führten zu einer eher schwachen Besetzung, so dass das Ergebnis berechtigt war.
Es folgte der Saisontiefpunkt. Neun Spieler standen um 18 Uhr bereit, um in Runde 4 zum Team von HSK 15 zu fahren. Wegen fehlerhafter Kommunikation spielten letztlich nur sieben Spieler. Auch die sieben Spieler vor Ort waren alles andere als Außenseiter, vergeigten aber völlig unnötig 2,5:5,5.
Zu siebt wurde auch das Heimspiel in Runde 5 gegen den Niendorfer TSV 2 bestritten. Jan hatte den Termin trotz Zusage am Vortag vergessen. Die 3,5:4,5 Pleite ging in Ordnung.
Dass es beim Aufstiegsfavoriten Altona 1 nicht viel zu holen gibt, war durchaus klar. 2:6
Nach 6 Runden also 2:10 Punkte, so langsam schlich das Abstiegsgespenst durch unsere Gemäuer, ein Sieg musste also her.
Um die Mannschaft besonders unter Druck zu setzen, wechselte sich Kapt’n Peer aus, so mussten sich alle anderen Spieler nämlich besonders anstrengen, was offensichtlich auch gelang. Helden des Tages Tobias und Dierk mit Siegen gegen auf dem Papier stärkere Gegner, Anton S missachtete die goldene Regel und beendete seine Siegesserie (5/5) mit einem Figureneinsteller nach sieben Zügen. 5:3 gegen HSK 16!
Ein weiteres Heimspiel in Runde 8 gegen die im Schnitt 200 Punkte stärkere Mannschaft Fischbek 2 brachte unseren Saisonhöhepunkt. 6:2 und das auch in der Höhe verdient.
Nun begann das Rechnen. Mit 6:10 Punkten lagen drei Mannschaften auf den Plätzen 7-9. Wir hatten die besten Brettpunkte, aber die beiden anderen Mannschaften spielen gegeneinander. Wenn wir verlieren, was durchaus zu erwarten war, durfte der andere Wettkampf nicht 4:4 ausgehen. Falls doch, muss in der Kreisliga B einiges gut für uns laufen, denn nur der punktbeste Neuntplatzierte aus den vier Parallelstaffeln darf in der Kreisliga bleiben. Eine 3,5 Niederlage sollte dazu in jedem Fall ausreichen.
Die Planung gestaltete sich aber schwierig, ein Spieler hatte sein Handy verloren und war unerreichbar (bzw. haben Facebook und Hausbesuche nicht gebracht), eine familiäre Absage, eine gesundheitliche Absage, ein Termin in einer anderen Stadt, ein Urlaub und schon gibt es nur noch vier Stammspieler. Die Ersatzspieler aus der vierten Mannschaft fahren zu einer Hochzeit, müssen für die Schule lernen, sich irgendwo besaufen, ihren Garten pflegen oder haben einen Jugendmannschaftskampf. Immerhin hat Maxime zugesagt!
Zu fünft wurden zwei Brettpunkte bei Marmstorf 3 erbeutet, Held des Tages war sicherlich Maxime, der seinen wesentlich erfahreneren Gegner schlage konnte.
Um kurz nach Mitternacht dann die Erlösung, der andere Wettkampf fand einen Sieger und so sind wir auf dem 8.Platz gelandet.

Einzelkritik:
Peer: 4/8 + Mannschaftsführer: Solide Leistung, hatte einige Hochkaräter vor sich, endlich die 1700 geknackt!
Jan: 0/5: Konnte nicht an sein starkes Ergebnis im Schnellschach anknüpfen, baute nach zwei Stunden Spielzeit merklich ab. Wird nächste Saison bestimmt besser!
Anton E: 4/8, solides Ergebnis, hatte nur einen schwächeren Gegner.
Anton S: 6,5/9 und damit Topscorer, wenn er sich nun auch noch einen Wecker stellt und nicht so viel durch die Gegend rennt…
Tobias: 2/7: teilweise etwas unglücklich, aber die Tatsache, dass er im DWZ Plus ist, zeigt, wie stark seine Gegner waren
Lukas: 5,5/8, nach Anton der größte DWZ Gewinner, stets sehr focossiert.
Luca: 0/1: Zu selten in Hamburg
Dierk: 3/6, kann sehr mit sich zufrieden sein, konnte einige sehr starke Gegner schlagen, sollte unbedingt die VM mitspielen um weiter am Ball zu bleiben
Yasmeen: 3/5, hat sich in den letzten Monaten schachlich sehr gut weiterentwickelt, könnte häufiger spielen
Lucas: 0/4, immer, wenn er mal Zeit hatte, mit viel Engagement dabei, hatte aber sehr harte Gegner erwischt
Ersatzbank Stefan, Daniel, David, Maxime: 4,5/7: hat großen Anteil am Klassenerhalt.
Die Mannschaft konnten insgesamt 327 DWZ Punkte gewinnen und hat in der Summe sehr erfolgreich gespielt.
Wenn sich nun auch noch jeder die Termine nächste Saison in den Kalender trägt und versucht, diese etwas besser frei zu halten, steht einer weiteren erfolgreichen Saison nichts im Wege.



Florian bei der Deutschen Meisterschaft U10

Ein Bericht von Rene

8. Juni 2014

Durch seinen 2.Platz bei der Hamburger Meisterschaft U10 (siehe endrunde.com), die im April in Hamburg ausgespielt wurde, konnte sich Florian zur Deutschen Jugendmeisterschaft qualifizieren. In den Altersklassen U10 bis U18 spielen die besten deutschen Kinder und Jugendlichen ihre Meister im Rahmen einer großen gemeinsamen Meisterschaft in Magdeburg aus.
Die 19köpfige Hamburger Spielerdelegation sowie die fünf Landestrainer reisten am Samstag mit dem Zug an. Nach drei Stunden Fahrt in sehr vollen Zügen kamen alle frisch und munter an und konnten das Gelände und die Wege von der Jugendherberge zum Spielsaal üben. Nach einem leckeren Abendessen besuchten alle Teilnehmer die große Eröffnungsshow mit Fahnenträgern und diversen Grußworten von Z-Prominenten. Danach wurde noch kurz vorbereitet und danach ging es ins Bett.
In der Altersklasse U10 nehmen 98 Kinder teil, nach DWZ ist Florian an 49 gesetzt. Die Auslosung ergab, dass er in der ersten Runde gegen die nominell schwächste Teilnehmerin spielte und er konnte sich schnell durchsetzen, da seine Gegnerin kurz nach der Eröffnung Bauern und Figur einstellte. Florian tauschte schnell die Damen vom Brett und lief mit seinen Freibauern durch. Nach dem Mittagessen folgt auch schon die zweite Runde, dann aber gegen einen stärkeren Gegner.

Bild


Haspa Schachspokal in Bargteheide Peer und Florian mit Pokal und Preisgeld!

Ein Bericht von Rene

8. Juni 2014

Seit nun schon über zehn Jahren gibt es für Hamburger Schachspieler über Himmelfahrt einen fixen Termin: Der Haspa Schachpokal vor den Toren Hamburgs in Bargteheide. Über vier Tage treffen sich dort ca. 250 Schachspieler zwischen 6 und 86 und spielen dort in drei nach Spielstärke sortieren Gruppen interessante Partien um viel zu lernen, aber um vielleicht auch einen Preis zu gewinnen. In der Hamburger Schachszene hat sich das Turnier so weit herumgesprochen, dass es gewöhnlich spätestens sechs Wochen vor Beginn ausgebucht ist, man muss sich also sehr rechtzeitig anmelden. Das hat bei uns auch sehr gut funktioniert und so waren gleich 15 Spieler gemeldet.
Im B-Turnier (1200-2000) konnte Peer fünf Punkte gegen nominell stärkere Gegner einsammeln, ab und an etwas glücklich (man befrage ihn zu seinem 6zügigen Sieg auf Zahn), aber auf jeden Fall verdient, da er auch in schlechteren Stellungen sehr kämpferisch agierte. Der Pokal für den besten Jugendlichen und 100€ Preisgeld sind eine schöne Belohnung. Ebenfalls auf fünf Punkte ist Lennert gekommen, allerdings spielte er ständig gegen diese blöden talentierten Jugendlichen, die viel zu niedrige Zahlen haben, aber schon halbwegs Schach spielen können, so wie Anton E zum Beispiel. Von einem Misserfolg zu reden wäre bei Platz 15 (nach Setzliste Nr.29) aber doch etwas übertrieben. Nächstes Jahr kann er sicherlich im A-Turnier starten und dann wieder häufiger gegen stärkere Gegner spielen. Till konnte vier Punkte einsammeln, er hatte dabei so wie Peer nur stärkere Gegner (zumindest auf dem Papier), inzwischen spielt Till viel solider und opfert nicht ständig Bauern, weil es interessant aussieht. Der Erfolg gibt ihm recht. Die vier Punkte von Dustin waren eher so wie bei Lennert zu bewerten, solide, aber im Rahmen der Erwartung. Anton S konnte 3,5 Punkte einsammeln, dabei profitierte er vor allem von seinem Endspurt (3/3), so also doch noch ein gutes Turnier. Anton E hatte durchgehend nominell stärkere Gegner, so sind seine drei Punkte ein anständiges Resultat. Über Daniel kann per Strg+C, Strg+V schreiben: hatte durchgehend nominell stärkere Gegner, so sind seine drei Punkte ein anständiges Resultat. Yasmeen konnte gleich zu Beginn zwei stärkere Gegner schlagen und bekam bis zum Ende des Turniers weiterhin nur harte Brocken vor die Nase. Sie blieb zwar bei den beiden Punkten stehen, dass sie trotzdem DWZ gewonnen hat, zeigt, wie gut ihr Ergebnis war.
Im C-Turnier (bis 1500) nahmen sehr viele junge Spieler teil, so auch von uns. Florian hat nur eine Partie gegen ein furchtbar hibbeliges und nerviges Kind verloren, alle anderen Partien konnte er für sich entscheiden. Vor allem in den beiden letzten Runden gingen seine Partien über die volle Distanz, so konnte er sich gut auf die Deutsche Meisterschaft vorbereiten. Leider fehlte am Ende ein Buchholzpunkt, doch auch der zweite Platz ist ein toller Erfolg. Marvin sammelte vier Punkte, ein solides Ergebnis, aber ohne besondere Höhepunkte. Frank konnte drei Punkte einsammeln und war esonders gegen die älteren Teilnehmer erfolgreich. David, Maxime und Janusch blieben leider unter ihren Möglichkeiten, sie alle waren zu wenig auf ihr eigenes Turnier fokussiert und turnten zu häufig durch den Turniersaal. Zwischen den Runden weniger Tandem wäre sicherlich eine Idee, dafür während der Partie am Brett sitzen. Merlin spielte Turnierleiter prellen, erst zahlen, dann nicht mitspielen.



Klassenerhalt geschafft


Ein Bericht von Lars

4. Mai 2014 Zum Auftakt der beiden zentral in der City Nord ausgespielten Schlussrunden hatten wir es mit Diogenes zu tun. Die Staffel war ziemlich eng, und wir lagen im Mittelfeld: Bei einem Sieg könnten wir zumindest vom Aufstieg träumen, bei einer Niederlage gerieten wir noch in Abstiegsgefahr. Muss ja nicht sein. Aleksandar an Brett eins bekam eine Stellung, die mir dubios vorkam, in die er sich aber mit seinem ganzen Können hineinkniete. Nach extrem langem Kampf konnte Aleksander gewinnen, aber da war der Wettkampf schon entschieden. René an zwei war mit seiner Vorbereitung als Weißer gegen Aljechin nicht zufrieden und nahm nach wenigen Zügen ein Remisangebot an. Jan an drei gewann deutlich früher. An vier konnte der Berichterstatter gegen den bis dahin extrem fleißigen Punktesammer Ralf Hein im Maroczy-Sizilianer überspielen und gewinnen. Wurde auch Zeit, dass mir gegen die Eröffnung mal etwas gelingt. Sebastian an fünf stand gegen Peter Gröppel in einer Benoni-Stellung anscheinend ziemlich schlecht, konnte sich aber irgendwann befreien, den weißen Bd5 bekommen und noch gewinnen. Alice an sechs wollte mit Weiß mehr als Remis, rechnete aber eine lange Abwicklung nicht weit genug aus und landete in einer Verluststellung, die sie dann auch aufgeben musste. An sieben gelang Dennis Petru leider nichts. An acht blieb Edelreservist Dustin weiterhin in der Landesliga ungeschlagen und gewann seine Partie. Wir lagen also auf dem dritten Platz und durften vom Aufstieg träumen. Am folgenden Tag gegen St. Pauli 2 war allerdings nur noch sehr theoretisch durch einen sehr hohen Sieg beim richtigen Ausgang des Kampfes HSK IV gegen Diagonale Harburg ein Aufstieg möglich – und nachdem Aleksandar absagen musste und wir an Brett eins eine kampflose Niederlage hatten, war bei uns die Luft raus: Ein Brett nach dem anderen purzelte zum Remis, Dennis an sieben ließ sich in Gewinnstellung sogar noch den ganzen Punkt abnehmen, und am Ende stand eine deutliche Niederlage und Platz sechs in der Endtabelle. Da wir in sieben unserer Kämpfe einen schlechteren Wertungsschnitt als unsere Gegner hatten, ist das ein sehr gutes Ergebnis. In der kommenden Saison, die im Herbst beginnt, können wir uns ja steigern. Oberstes Ziel bleibt aber der Klassenerhalt .


Licht und Schatten


Ein Bericht von Lars

13. Februar 2014 Zum Saisonauftakt haben wir gegen eine der nach den Wertungszahlen schwächeren Mannschaften, Diagonale Harburg, klar verloren. War die Richtung vorgegeben? Ging es nur noch darum, nettes Schach zu spielen und Spaß zu haben? René bringt Kindern bei, dass Gewinnen mehr Spaß macht als Verlieren, und das hatten wir wohl auch beherzigt, als wir im zweiten Spiel gegen HSK IV knapp gewannen. Und obwohl uns die HSK-Mannschaften in den letzten Jahren überhaupt nicht gelegen haben, schlugen wir in der dritten Runde die von Mannschaftsführer Andi Albers liebevoll und zutreffend »Kindertruppe« genannte HSK V gleich richtig deutlich. Nachdem wir in Runde vier knapp gegen Union Eisbüttel gewonnen haben, lagen wir vor der leider sehr kurzen Winterpause auf dem geteilten ersten Platz. Dass wir da nicht hingehören, haben wir leider deutlich erfahren müssen, als wir beide Wettkämpfe im neuen Jahr verloren haben: Gegen Königsspringer waren ein ungeplant freies Brett und eine Niederlage von Lars gegen eine in schlechter Stellung kaltblütig bleibende Karin Chin dafür verantwortlich. Gegen Marmstorf waren wir einfach das schwächere Team – die 3:5-Niederlage hätte sogar noch höher ausfallen können. Insgesamt schlagen wir uns mit derzeit ausgeglichenem Punktekonto gut. Besonders erfreulich ist das bärenstarke Abschneiden von Aleksandar an Brett 1, dem u.a. auch seine Revance gegen Anja vom HSK IV gelungen ist. Das nächste Spiel ist gegen Großhansdorf, dann folgt im April die Doppelrunde zum Saisonabschluss. Und 2014/15 spielen wir hoffentlich weiterhin in der Landesliga.


Erste Mannschaft kurz vor dem Aufstieg


Ein Bericht von Lars

16. Mai 2013 Der nominell stärkste Spieler von Barmbek, Michael Ewaldt, war Mitte der Saison nachgemeldet worden. An Brett 5 konnte Sebastian Kuhle Ewaldts Königsinder überwinden und brachte uns in Führung. Wilfried Rühr hatte am siebten Brett zwischendurch etwas Vorteil, gab sich aber schließlich mit einem Unentschieden zufrieden. Am achten Brett traf Dustin auf Andre Bigalkes Orang-Utan – und gewann. Das war unerwartet, denn Bigalke hatte bis dahin in allen sieben Punktspielen in dieser Saison gesiegt. Leider musste Alice an Brett 6 gegen ihren gut vorbereiteten Gegner Jens-Erik Rudolph die Waffen strecken: 2,5-1,5.
Jan gewann an Brett 3 einen scharfen Anti-Sizilianer gegen Raymond Schroeder sehr überzeugend. Aber Lars verlor an Brett 4. Uns fehlte noch ein Punkt zum Sieg. Die Hälfte steuerte René mit einem Remis an Brett zwei bei. Und den Schlusspunkt setzte Aleksandar an Brett 1, der im Turmendspiel mit zwei Mehrbauern nichts anbrennen ließ. Wenn wir gegen die Schachelschweine Erfolg haben, können wir nächste Saison wieder Sonntagvormittag in der Landesliga spielen.

Link: http://www.hamburger-schachverband.de/hmm2013/runde8/sb.htm



U-10: Florian, Janusch und Merlin mit gutem Start


13. April 2013 Ein Bericht von Lars

Florian konnte sich nach einer Startniederlage ins Turnier hineinkämpfen. Er gewann sein zweites und drittes Spiel, wobei ihm die Eröffnungsvorbereitung sicherlich geholfen hat, da er weder in schlechtere Stellungen geriet noch sofort auf überlegenes Buchwissen traf. Nachdem er in der vierten Runde am dritten Brett dann doch an seine Grenzen stieß, liegt er mit zwei Punkten aus vier Runden im Mittelfeld. Wenn er Sonntag taktisch aufpasst, wird er sich gut platzieren.

Janusch fand gleich in der ersten Partie ein nettes Mattbild mit zwei Läufern gegen die geschwächte kurze Rochadestellung seines Gegners. In der zweiten Partie konnte er aus seiner Lieblingseröffnung die bessere Stellung bekommen und sicher gewinnen. In der dritten Partie war er nach einem Bauernverlust taktisch auf der Höhe und fand eine großartige Abwicklung mit einem Scheinopfer seiner Dame. Erst in der Schlussrunde ging er gegen Lisa Truong fast ohne Gegenwehr ein. Mit drei aus vier liegt er aber aussichtsreich.

Merlin hat wie Florian mit guter Eröffnungsvorbereitung gepunktet. Er siegte drei Mal sicher und souverän, vor allem in der dritten Runde fand er ein sehr schönes Motiv zur Freibauernumwandlung im Endspiel. In der vierten Runde stellte er dann in besserer Stellung eine Figur ein und musste sich nach harter Gegenwehr geschlagen geben. Mit drei Punkten aus vier Runden ist aber auch für ihn noch alles drin.



HMM 2013: Dritte Mannschaft unterliegt dem SV Eidelstedt


6. April 2013 HMM 2013: Dritte Mannschaft unterliegt dem SV Eidelstedt
Ein Bericht von Anton S.
Die erste beendete Partie ging an Lukas an Brett 8, der erst gut spielte, dann leider durch eine Falle seines Kontrahenten eine Figur einstellte, aber sich am Ende durchsetzen konnte. Till, so wie man ihn kennt, spielt Schach in der „do-or-die-Variante", so auch an diesem Abend. An Brett 1 wollte er mit einem Opfer Material gewinnen, allerdings fand sein Gegner David Krüger die Widerlegung, und Till musste sich im Endspiel geschlagen geben. Meine Wenigkeit beendete an Brett 5 die dritte Partie nach guter Stellung mit Remis, da Valentin Krön mich mit einem Springeropfer in Dauerschachposition brachte. Sehr souverän gewann dagegen Peer an Brett 2, der seinen Gegner von Beginn an dominierte. An Brett 3 spielte Jakob, der zu einem Zeitpunkt Remis bot, als er einen Bauern mehr hatte und der Gegner noch viele Fehler hätte machen können. Musste das sein? Den wohl bittersten Verlust musste allerdings Anton Engst an Brett 4 verantworten. Er spielte erst strategisch stark, doch im entscheidenden Moment entschied er sich gegen einen Damengewinn und zog dafür einen zweizügigen Damen-Einsteller vor. Also stand es jetzt 2-4. So kam es auf Dierk und Luca an den Brettern 7 und 6 an. Beide standen recht gut, doch konnte nur Luca seine Stellung in Gewinn umwandeln, Dierk musste sich (leider) mit Remis zufriedengeben. So kam es zum Endergebnis 3 1/2 zu 4 1/2  für Eidelstedt. Mein kleines, persönliches Fazit: Dies ist nun der zweite Kampf, den wir gegen eine klar überlegene Mannschaft (erster Kampf gegen Diogenes) nur knapp verloren geben mussten. Es gab viele Möglichkeiten diesen Kampf zu gewinnen, man muss sie jedoch nutzen.


Dennis U-18-Meister und Jakob auf Platz drei

19. März 2013 Die Endrunde ist vorbei, die Pokale wurden verteilt. Gesellschaftsspiele wurden gespielt. Wie unsere Jungs und Mädels abgeschnitten haben, dass könnt ihr hier lesen.


Deniz wurde in der U-20 Vorletzter und konnte somit die rote Laterne vom letzten Jahr abgeben. Insgesamt war es kein schlechtes Turnier für Deniz. Ein paar Punkte hat er ergattert und an Erfahrung gesammelt. Ein Versuch im nächsten Jahr bleibt ihm noch!



 



In der U-18 hat Dennis doch noch einen Punkt abgegeben, jedoch nicht den Titel Hamburger Meister U-18. Mit 8/9 Punkten dürfte man zufrieden sein.

Peer lässt sich auf Platz 6 in der Mitte der Tabelle finden. Er hat gegen die Top-Platzierten verloren, im Mittelfeld Remisen gesichert und gegen die schwächeren Spieler im Turnier gewonnen. Peer selbst hat aber erkannt, dass er viele Punkte durch kleine Fehler liegengelassen hat und möchte sich in Zukunft wieder verbessern.

 


 


Anton hat in der U-16 ein sehr schlechtes Turnier gespielt und ist mit 50% der möglichen Punkten unter seiner Erwartung gelandet. Jeder erwischt mal ein schlechtes Turnier, welches man aber immer als Erfahrungswert positiv nutzen kann.

Yasmeen, Jeanette und Tobias haben alle 4/9 Punkte erreicht und befinden sich damit im unteren Mittelfeld.



 



Jakob landet in der U-14 auf einem verdienten 3. Platz! Er hat durchgehend oben mitgekämpft, was mit der höchsten Buchholz aller Teilnehmer belohnt wurde, und sich ins Zeug gelegt. Einige Remisen haben seine Stimmung angeknackst, was aber mit ein bisschen Freizeit und Schlaf wieder geregelt wurde. Ungeschlagen blieb er auch!

Ein starkes Turnier hat Daniel Lam gespielt. Er landete mit 5/9 Punkten auf den 6. Platz und darf sich über einen DWZ-Gewinn von fast 200 Punkten freuen.


 



Marvin hat mit 5/9 Punkten den 12. Platz in der U-12 belegt. Mit mehr Konzentration und Willenskraft hätte er mit Sicherheit eine noch bessere Platzierung erreichen können.




Vorletzte Runde in Schönhagen: Dennis gewinnt U18

16. März 2013 Inzwischen ist die vorletzte Runde beendet. Dennis gewinnt seine Gruppe vorzeitig.


U20: Deniz wird höchstwahrscheinlich sein Vorjahresergebnis verbessern, da er dieses Jahr den letzten Platz an jemand anderen abgeben kann.


Mädchen: Maria hat heute bereits ihre letzte Runde gespielt und landete auf den 2. Platz, womit sie relativ zufrieden ist. Nächstes Jahr werden wieder höhere Ziele gesetzt.
 

U-18: Dennis hat bereits nach der 8. Runde mit 8 von 8 möglichen Punkten den Titel gesichert und kann äußerst zufrieden sein mit seiner Leistung.  Peer steht mit 3,5 aus 8 Punkten im Mittelfeld. Er weiß selber, dass er viele mögliche Punkte abgegeben hat, weil er in wichtigen Momenten nicht genug Zeit investiert. Ich bin mit sicher, dass Peer in Zukunft diesen Fehler ausmerzen kann.


 
Unsere U-16 steht nach der 8. Runde im unteren Mittelfeld.  Durch die tägliche Vorbereitung haben alle einiges an Theoriewissen gelernt, welches in zuküntigen Turnieren wertvoll sein kann. Da ohnehin kein Treppenchenplatz angestrebt wurde, müssen Tobias, Anton, Yasmeen und Jeanette nicht allzusehr enttäuscht sein.


Jakob und Daniel sorgen für Spannung in der U-14. Jakob befindet sich nach 8 Runden auf dem 3. Platz und kann diesen mit einem Sieg in der letzten Runde halten. Knapp dahinter, auf Platz 6, ist Daniel mit 5 aus 8 Punkten. Dieses gute Ergebnis ist, verbunden mit dem, was Daniel auf der Reise alles gelernt hat, ein voller Erfolg.


Marvin, Merlin und Maxime haben auf ihrer ersten Endrunde in der U12 gelernt, wie ein großes Turnier abläuft. Neben dem Freizeitprogramm haben sie sich schachlich weiterentwickelt und gezeigt, dass sie sich weiter verbessern können.


Doppelrunde: Dennis bleibt auf Platz eins


Ein Bericht von Dennis und René

11. März 2013  Dennis kann seine Siegesserie fortführen und hat die Doppelrunde optimal überlebt. Somit befindet er sich immer noch ungeschlagen auf Platz 1. Peer ist in der 2. Runde des Tages auf den momentan 2. Platzierten gestoßen und hat sich eine lange und anstrengende Partie mit ihm geliefert, die leider zu seinen Ungunsten ausging. Laut Peer lag dies natürlich am Schlafmangel.

In der M-Endrunde pflegte Maria für ein paar Stunden das Motto „Ich bin schlecht und ich bin stolz!“. Im Gegensatz zu den Altersklassen spielt die M lediglich 7 Runden und hat dafür die Chance an einem Training teilzunehmen. Kein Schlafmangel!

Yasmeen hat am frühen Morgen leider gegen eine ihrer Konkurrenten um den M-Platz für die Deutsche verloren, konnte aber im Vereinsduell gegen Tobias in der 2. Runde wieder einen Punkt gutmachen. Tobias drehte die Ergebnisse um, womit beide bei 50% für den Tag landeten. Anton spielt momentan ein für seine Verhältnisse schlechtes Turnier. Nach der Doppelrunde steht er mit 1 von 4 möglichen Punkten da und ist sichtlich unzufrieden über seine Leistung.

Jeanette hat leider beide Partien verloren und wird morgen sicherlich zurück in die Erfolgsspur finden.

Jakob hat in der Doppelrunde ein unglückliches sowie ein glückliches Remis geerntet, ihm stehen mit seinen 2,5 Punkten, noch alle Möglichkeiten offen.

Daniel hat eine Partie gewonnen und eine Remis gespielt und hat auch 2,5 Punkte.

Merlin konnte nach einer vermeidbaren Niederlage gegen Maxime gewinnen und hat nun 2 Punkte, während Maxime und Marvin beide 1 Punkt haben.

Nun sind alle müde und gehen früh schlafen.


Endrunde: Dennis und Maria starten mit zwei Punkten


Ein Bericht von Dennis

9. März - Wie jedes Jahr im März findet in der zweiten Ferienwoche die Hamburger Jugendeinzelmeisterschaft in Schönhagen statt. Auf diesem Turnier spielen die Jugendlichen, die sich bei der HJET im Januar qualifiziert haben, um die Qualifikation zur Deutschen Jugendeinzelmeisterschaft. Neben der täglichen Turnierpartie gibt es ein großes Freizeitprogramm und die Möglichkeit zu vielen verschiedenen Aktivitäten.

Während am ersten Tag noch der ein oder andere beim Knochenbrechen (Skifahren) war, sind wir am Sonntag, den 10.3 endlich komplett! Die Ziele sind natürlich keine Pokale, sondern den Rückweg mit allen 13 Teilnehmern zu finden – unverletzt versteht sich.

Schon nach dem ersten Tag haben alle Erstteilnehmer Freunde gefunden, mit denen sie ihre Zeit verbringen, Spiele spielen und rumalbern können. So und nicht anders kenne ich die Endrunde.

In der U-20 ist Deniz nur noch eine Niederlage vom Audi (0-0-0-0) entfernt. Trotz seiner Serie aus Niederlagen lässt er sich wie üblich nicht unterkriegen und ist weiterhin motiviert dabei.

In der M-Endrunde kämpft Maria um den Titel als Mädchen-Meisterin und ist mit 2 aus 2 Punkten auf dem besten Wege dahin. 

Dennis hat in der U-18 souveräne zwei Siege erzielt und ist somit momentaner Tabellenführer. Gleichzeitig haben er und René Peer beigebracht, dass man Cola nicht mit Bier mischt... schachlich gilt natürlich das Gleiche! Peer findet sich mit der Hälfte der Punkte im Mittelfeld wieder.

In der U-16 finden wir unsere restlichen Mädchen wieder. Jeanette konnte mit einem Sieg und einem Remis einen guten Start in das Turnier finden. Der Sieg war besonders leicht zu holen, dank „Losglück“ in der ersten Runde (Spielfrei...), auf die Erwähnung vom Sieg besteht Jeanette!

Yasmeen musste leider in der ersten Runde gegen einen der Favoriten des Turniers antreten und hat daduch nur 1 von 2 möglichen Punkten erreicht.

Anton E. und Tobias haben sich bereits in Runde 1 des Turniers getroffen, womit sie zusammen keine 100% erreichen konnten. Anton liegt nun mit 1 aus 2 Punkten im Mittelfeld und hat noch alle Chancen eine hohe Platzierung zu erreichen. Ebenso sieht es bei Tobias aus, der mit einer kleinen Rochade (0-0) leider einen Fehlstart hatte.

Die U-14 ist mit einem Hauch schlechter Stimmung versehrt: Jakob ist mit „nur“ 1,5/2 Punkten in das Turnier gestartet und war ein klein wenig gefrustet über seine Remispartie.

Daniel Lam spielt seine erste Endrunde mit und findet sich in einem für ihn relativ starken Teilnehmerfeld wieder. Momentan steht er bei 50% der möglichen Punkte. Ich bin mir aber sicher, dass er auf dieser Reise einiges lernen wird und in Hamburg ein besserer Schachspieler sein wird!

Merlin Richter, Marvin Lam und Maxime Wehrspohn sind unsere Vertreter in der U-12. Merlin ist eigentlich noch U10-Jugendlicher, darf aber trotzdem schon höher starten, um Erfahrung gegen starke Gegner zu sammeln. Mit einem Sieg und einer Niederlage hat er einen soliden Start hingelegt.  Marvin ist ebenso wie sein Bruder Daniel das erste Mal auf der Endrunde. Mit 0/2 hat er keinen optimalen Start erwischt,  was sein Reiseerlebnis bis jetzt aber nicht eingeschränkt hat. Genauso wie Marvin ergeht es Maxime. Es gibt noch viele Runden, in denen man punkten kann.




HJET

23. Februar 2013  - Ein Bericht von René: In der höchsten Gruppe, der Leistungsklasse 1 (L1) gab es vier Parallelgruppen mit jeweils sechs Teilnehmern, die im Modus Jeder-gegen-jeden (Rundenturnier) aufeinander trafen.

Aus unseren Reihen waren Deniz Schmidt und Dennis Petru dabei. Deniz schaffte es durch eine große kämpferische Leistung, in seine Gruppe den zweiten Platz zu belegen und konnte sich so zur Hamburger Meisterschaft U20 qualifizieren. Dennis war etwas weniger erfolgreich und konnte bedingt durch seine aktuelle C-Trainerausbildung nicht alle Partien bestreiten und ist aus der L1 abgestiegen. Trotzdem wird er an der Hamburger Meisterschaft U18 teilnehmen.

In der Leistungsklasse 2 gab es drei Parallelgruppen mit jeweils sechs Teilnehmern. Till Habermann und Peer von Tippelskirch konnten ihre Gruppen gewinnen und dadurch in die L1 aufsteigen. Zur U20 Meisterschaft konnte sich Till leider trotzdem nicht qualifizieren, dafür hätte er in der L1 starten müssen. Aber im nächsten Jahr darf er das noch einmal versuchen. Peer wird an der U18 Endrunde teilnehmen. Abgestiegen sind leider Jakob Speck und Anton Engst, was besonders bei Jakob sehr ärgerlich ist, denn er hätte für den Klassenerhalt lediglich gegen die nominell schwächste Teilnehmerin gewinnen müssen, anstatt kampflos zu verlieren. Bei der Hamburger Meisterschaft U14 wird er aber sicherlich wieder eine gute Rolle spielen und gehört dort zu den Favoriten. Anton spielte etwas unglücklich, alles, was ihm in unserer Vereinsmeisterschaft noch gelang, ist ihm in diesem Turnier misslungen. Aber bei der Hamburger Meisterschaft U16 wird er sicherlich erneut angreifen.

Die Altersklassen U20 und U18 wurden zusammengelegt. Insgesamt nahmen 18 Spieler an diesem Turnier teil. Lukas Münster belegte nach einer verpatzen Schlussrundenpartie leider nur den vierten Rang, der vermutlich schon nicht mehr ausreichen wird, um sich zur Endrunde zu qualifizieren. Es gibt einfach keine Eröffnungen, in denen es gut ist, mit Schwarz im zweiten Zug f6 zu ziehen. Maria Ludwig belegte einen Mittelfeldplatz und darf vermutlich die Mädchen-Endrunde mitspielen.

Lucas Lanzenauer spielte nach gutem Start etwas zu kreativ und landete weiter hinten. Neuzugang Lukas Puglisi stellte nach zwei Runden fest, dass er samstags doch nicht so viel Zeit hat und stieg vorzeitig aus dem Turnier aus, hat in den beiden gespielten Partien aber einiges durch die Analyse lernen können.

In der U16 waren 35 Spieler am Start. Turniersiegerin wurde völlig überraschend Yasmeen Schmidt, auch wenn die Turnierleitung leider einen Fehler bei der Zweitwertung gemacht hat und sie versehentlich nur als Vize aufgerufen hat. Aber ich bin sicher, dass das ansonsten großartige Organisationsteam diesen Fehler schnell beheben wird und Yasmeen den richtigen Pokal und die richtige Urkunde nachreichen wird. Yasmeen spielte gute kämpferische Partien und war in der letzten Runde abgezockt genug, die Zeitnot ihres Gegner auszunutzen. Nach zwei Jahren Hamburger Meisterschaft in der Trostrunde Mächenendrunde konnte sie sich endlich wieder für die richtige Meisterschaft in der vom Geschlecht unabhängigen U16 qualifizieren, und das ist auch gut so! Vielleicht hat ihr ihre Tätigkeit als Trainerin dabei geholfen, einen neuen und besseren Blickwinkel auf das Schachspiel zu bekommen.

Tobias Fohrer spielte ein eher durchwachsenes Turnier und muss um die Teilnahme an der Endrunde zittern, ebenso wie Jeanette Hölzer, die zur letzten Runde leider krank geworden ist und Anton Schellin, der zur letzten Runde verspätet erschien und nicht ausgelost wurde.

Julius Neise und Alexej Dobrynin sind leider auch nicht zur letzten Runde gekommen und haben so die Chance verpasst, sich noch ins Mittelfeld vorzukämpfen.

In der U14 waren 47 Teilnehmer am Start. Daniel Lam spielte immer vorne mit und sollte die Qualifikation zur Hamburger Meisterschaft in der Tasche haben. Eher um das Sammeln von Erfahrung ging es für Demircan Kinikli und Bernhard Hansen. Beide haben gemerkt, dass sie mehr für Schach machen müssen, wenn sie sich auch einmal zu einer Hamburger Meisterschaft qualifizieren wollen. Sehr eifrig und motiviert waren beide in der Analyse ihrer Partien, wenn sie daraus die richtigen Schlüsse ziehen, können sie im nächsten Jahr vorne angreifen.

Die U12 wurde in eine starke und in eine schwache Gruppe unterteilt. In der U12-1 spielen die stärkeren Spieler normale Turnierpartien mit Aufschreiben und Uhr nach dem gleichen Modus wie in den höheren Altersklassen. In der U12-2 spielen Turniereinsteiger ohne Notationspflicht.

Die U12-1 wurde aufgrund der vielen Teilnehmer in zwei Parallelgruppen mit 33, bzw. 32 Spielern geteilt. In der U12-1 a konnte Merlin Richter sich mit 4 Punkten zur Hamburger Meisterschaft qualifizieren. Merlin ist eigentlich noch U10, wird die U12 Endrunde aber nutzen, um wertvolle Erfahrung für das U10 Turnier zu sammeln. David Schramm hatte in der letzten Runde das Pech, ausgerechnet gegen Merlin spielen zu müssen. Da er eine Chance zum Mattangriff nicht nutzen konnte, verlor er die Partie. Ob er trotzdem noch zur Endrunde eingeladen wird, wird später vom Lehrausschuss entschieden. David hat aber inzwischen angefangen, zu Hause regelmäßig zu trainieren und wird sich so oder so bald deutlich verbessern.

In der U12-1 b konnte Marvin Lam immer vorne mitspielen, musste aber einige Niederlagen durch zu schnelles Spiel einstecken. Nicht immer die erstbeste Idee auf dem Brett verwirklichen und mehr als einen Zug der besprochenen Eröffnungen umsetzen, dann wird die Hamburger Meisterschaft erfolgreich!

Giew Taylessani hatte großes Pech in der Schlussrunde. Er hatte seinen Gegner durch sicheres und konzentriertes Spiel deutlich beherrscht und am Ende Turm und fünf Bauern gegen Turm. Leider wusste er nicht, dass man unter fünf Minuten nicht mehr mitschreiben muss und wurde von seinem Gegner, der noch über 30 Minuten hatte, aber nicht mehr mitgeschrieben hat, über die Zeit gehoben.

Aliyah Schmidt spielte lange und konzentrierte Partien, doch ihr fehlte noch etwas Erfahrung, um starke Gegner dazu zu bringen, Fehler zu begehen.

In der U12-2 (insgesamt 30 Teilnehmer) nahm Maxim Wehrspohn teil, der sich immer in der Spitzengruppe aufhielt, dem Turniersieger die einzige Niederlage beibrachte, aber durch Unachtsamkeiten am letzten Tag den Gruppensieg verdarb. Schade, aber trotzdem ein tolles erstes Turnier.

In der U10 wurden drei Parallelgruppen mit 49, 46 und 47 Teilnehmern gebildet.

In der U10 a konnte Janusch Türk immer in der Spitzengruppe mitmischen und weit vorne platzieren. Leon Bychov konnte sich durch einen guten Schlussspurt noch ins Mittelfeld vorkämpfen. Leider haben die beiden ihre Partien nicht mitgeschrieben und daher ist es nicht möglich, irgendetwas zu ihrem Spiel zu sagen. Rasmus Loos startete mit drei Niederlagen am Stück schlecht ins Turnier, konnte aber aus den Analysen viel lernen und hat in seiner Spielweise und seinem Herangehen an Schach einen gewaltigen Sprung gemacht und konnte sich ins Mittelfeld hocharbeiten, eine sehr erfreuliche Entwicklung!

In der U10 b konnte sich Florian Popist in der Spitzengruppe behaupten. Roberto Loriente hat sich inzwischen seine ungestühmen Attacken auf den Punkt f7 abgewöhnt und bringt nun alle Figuren ins Spiel, bevor er angreift. Lina Haubeck agierte etwas unglücklich, da ihr manchmal der Killerinstinkt fehlte, also genau der Sinn für Angriff, den Roberto hat. Dafür verliert sie viel weniger Figuren durch Unachtsamkeiten. Theo Tolle war leider am letzen Wochenende krank, so konnte er nicht alle Partien spielen.

In der U10 c verdarb sich Can Max Demircan ein gutes Turnier durch einen schwachen letzten Tag, vom Spielverständnis her hätte er weiter vorne landen müssen. Jakob Neise hat nach einer längeren Pause mal wieder zu den Figuren gegriffen und gezeigt, dass er nichts verlernt hat.

In der U8 nahmen 53 Kinder teil. Fabio Krause belegte einen Platz im Mittelfeld und war einer der wenigen Teilnehmer in dieser Gruppe, der seine Partien schon eifrig mitschrieb. Die Analyse zeigte, dass er die Konzentration noch nicht durchgängig aufrecht erhalten kann, was zu Figurenverlusten führt. Etwas mehr Ruhe und ein schärferer Blick auf die Drohungen des Gegners und schon kann Fabio ganz vorne landen. Leopold Rysopp konnte in seinem ersten Turnier einige Punkte und viel wertvolle Erfahrung sammeln. Sein Spielverständnis ist für sein Alter schon erstaunlich gut, allerdings spielt er noch zu impulsiv und zieht oft das erstbeste, was ihm in den Sinn kommt. Regelmäßiges spielen gegen ältere und stärkere Gegner wird ihm helfen, etwas besonnener zu agieren.

Insgesamt also eine sehr erfreuliche HJET, bei der viele Partien analysiert wurden und viele Dinge gelernt wurden, insbesondere in den Pausen zwischen den Runden, in denen viele Kinder die Gelegendheit nutzen, eifrig Arbeitsblätter zu taktischen Motiven zu bearbeiten.

Den Teilnehmern der Hamburger Meisterschaft wünsche ich viel Erfolg, allen anderen wünsche ich, dass sie durch regelmäßiges Training im kommenden Jahr den Grundstein für zukünftige Erfolge legen.

Die Ergebnisse und Endstände sind unter www.hjet.hsjb.de zu finden!






HMM 2013: Kreisliga A

23. Februar 2013 - Ein Bericht von Peer. Da Renés Mannschaft zeitgleich ein Auswärtsspiel hatte, waren wir sogar auf uns alleingestellt.
Trotzdem kamen alle pünktlich (sogar Dierk...), und wir konnten zusammen aufbauen. Nur Jakob versäumte dies, versprach aber, er wolle sich nächstes Mal beim Aufbauen besonders ins Zeug legen. Die Gäste vom HSK kamen auch pünktlich, nur Tills und mein Gegner waren nicht da. Wir fragten den Mannschaftsführer der Gegner und dieser verriet uns, dass meiner auch nicht mehr kommen würde. Es stand also schon mal 1-0. Also spielten Till und ich einige Trainingspartien im Nebenraum. Ich musste feststellen, dass ich recht froh war, heute spielfrei zu haben (einige extreme Figureneinsteller).
Nach einigen Minuten kam auch Tills Gegner, und ich konnte mich fortan der intensiven Betrachtung der Partien widmen. Nach einiger Zeit stellte ich doch recht erfreut fest, dass es Dierk, Anton S. und Luca gelungen war, eine Figur zu gewinnen... Auch Jakob konnte seinem Gegner sehr schnell einen Bauern abknöpfen und diesen dann im Endspiel, dank der großzügigen Hilfe seines Gegners, welcher alle Figuren tauschte, verwerten: 2-0. Doch dann kam die tragische Stelle des ganzen Wettkampfes: Der Gegner von Anton S. konnte dank eines Turmopfers die eigentlich verlorene Partie zum Dauerschach-Remis drehen. Da auch Dierk gerade einen Bauern verloren hatte, fing ich nun an, mir Sorgen zu machen: Würden wir es - wie im letzten Kampf – wieder knapp vergeigen? Doch es kam alles ganz anders! Denn nun folgte Sieg auf Sieg. Alles startete mit Lennerts Gewinn, welcher wohl der kurioseste des Wettkampfs war. Der Gegner, der übrigens 100 DWZ Punkte mehr als Lennert hatte, gab einfach auf. Die Stellung war ausgeglichen, vielleicht etwas angenehmer für Lennert, aber der HSK-Spieler gab einfach auf! Na ja, auch solche Siege nimmt man mit – 3,5-0,5. Tills Gegner meinte, er müsse ganz geschickt einen Bauern gewinnen, doch glückerlicherweise stellte er dabei zunächst eine Figur ein und hatte später sogar einen Turm weniger. Luca konnte seine Mehrfigur sicher verwalten, er jagte den gegnerischen König erst über das Brett und setzte ihn dann matt. Dierk konnte eine weitere Figur gewinnen und so auch seine Partie endgültig entscheiden. Nur die Partie von Anton E. war lange ausgeglichen, doch Anton konnte durch gutes positionelles Spiel die Initiative ergreifen und den Gegner so zu Fehlern zwingen. 7,5 – 0,5. Mit diesem hohen Sieg sind wir unserem Ziel, dem Klassenerhalt, ein erhebliches Stück näher gekommen. Weiter so!



HMM 2013: Weisse Dame 3 oder „Die Pleite vom Fahrenkamp“

Ein Bericht von Lennert

31. Januar 2013 Selten war ein Mannschaftskampf so körper(sprachen)-betont wie dieser. Aber alles der Reihe nach. Als wir anreisten und um 18:52 Uhr rein gelassen wurden, musste schon mal ein kleines Wunder her. Weder die Tische waren richtig hingestellt noch die Bretter aufgebaut. Die Gastgeber hängten sich aber rein, und so konnte um 19:04 Uhr fast pünktlich gestartet werden. Anton E. gewann seine Partie nach dem bärenstarken 1. e4 und 60 Minuten Warten kampflos. Wenig später musste Lukas am Brett 8 für seinen ersten Mannschaftskampf Lehrgeld zahlen. Gegen einen wesentlich stärkeren Gegner war einfach nichts zu machen. Als ich das zweite Mal aufstand, um die Partien meiner Kameraden zu beobachten, sah ich auf Jakobs Brett nur noch vier Türme und Bauern, wovon Jakob auf seiner Seite auch noch einen mehr hatte. Nach mehrfachem abgelehntem Remisangebot des Gegners erreichte er schnell ein Bauernendspiel, indem er einzügig eine Gewinnstellung in eine Remisstellung umwandelte. Als er das bemerkte, sah ich nur noch, wie er auf kürzestem Wege zum Waschbecken eilte, wohl um die Schmach aus seinem Gesicht zu waschen. Na ja, René hat mit seiner These: „Bauernendspiele sind Glückssache“ wohl Recht. Es stand 1,5 : 1,5, also noch kein Grund die Köpfe hängenzulassen. Als nächstes geschah der Aufreger des Abends. Das Telefon im Vereinssitz klingelte (soll wohl ein Nottelefon sein). Dierks Gegner nahm nach mehrmaligen Klingeln ab. Daraufhin geschah ein ca. zweiminütiges nonverbales Gespräch zwischen Peer und mir. Ein wahres Feuerwerk an Mimik und Gestik. Das exakt in Worte zu fassen, ist wohl schier unmöglich. Es lag natürlich die Frage im Raum, ob man nun auf Sieg reklamieren soll oder nicht. Als wir beide uns langsam aber sicher an Dierks Brett begeben wollten, kam von ihm allerdings eine sehr beruhigende Geste, und es machte den Anschein, als wolle er die Partie gerne ausspielen. Peer und ich hakten damit die Sache ab, ohne zu wissen, welche Tragik diese Entscheidung mit sich führte. Die nächste Stunde musste ich mich allerdings wieder auf mein Brett konzentrieren, da vor lauter Aufregung der Druck, den mein Gegner in einer schottischen Partie auf mich ausübte, zunehmend stärker wurde. Ich wurde erst durch ein Remisangebot, welches an meinen Sitznachbarn Till gerichtet war, wieder abgelenkt. Till hatte in einer „wüsten“ Stellung (besser konnte ich es auf die Schnelle nicht einordnen) eine Qualität mehr und lehnte folgerichtig wortlos ab. Kurz darauf erschallte im Raum das nächste Remisangebot. Diesmal von unserem Mannschaftsführer Peer. Auf dem Brett war ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern und Mehrbauern für Peer. Der Gegner nahm an. So langsam hatte ich in meiner Partie den schottischen Angriff überstanden und konnte nach einer kleinen Taktik auch einen Mehrbauern erlangen. Sah also gar nicht so schlecht aus für uns. Doch dann sehe ich, wie Till und sein Gegner das Brett wieder aufbauen. Als ich Till fragte, was denn passiert sei, zuckte er mit den Schultern, machte ein mitgenommenes Gesicht und brachte lediglich ein „Tja“ raus. Er hatte seine Dame eingestellt. Anton S. konnte indes ein Remis rausholen in einer, wie er sagte, schlechteren Stellung, und ich schaffte es endlich mal gegen einen 1800er zu gewinnen. Damit kommen wir auf einen Stand von 3,5 : 3,5 und das Zünglein an der Waage war nun Dierks Partie, die nach dem Anruf nicht reklamiert wurde. Es tauschten sich bereits früh Dierks Läufer gegen die Springer des Gegners, und nach einem Figureneinsteller war das Läuferpaar halt nicht mehr aufzuhalten und der Mannschaftskampf trotz Chancen an vielen Brettern verloren. Doch ist das Potenzial der Mannschaft zu erkennen, und das lässt einen dann doch zuversichtlich auf die kommenden Aufgaben blicken. Das Ziel ist und bleibt der Klassenerhalt, und der ist nach wie vor möglich.





Weisse Dame 1 – SKJE 3

27. Januar 2013  Ein Bericht von Lars
In der zweiten Runde der neuen Saison traten wir zu Hause gegen den Tabellenführer SKJE 3 an. Die Giftzähne waren unseren Gästen aber schon gezogen worden: Die ersten beiden Bretter waren in der Oberliga eingesetzt worden und darum für diese Runde in der Stadtliga gesperrt. SKJE trat zwar in der stärkstmöglichen Aufstellung an, aber ohne zwei ist diese Mannschaft durchaus zu knacken – hatten wir uns vor dem Kampf gedacht.
Nach den ersten paar Minuten sah es noch nicht sehr aussichtsreich aus. Nur Holger an Brett acht war gegen Gräfe gut aus seinem Sizilianer herausgekommen und hatte bereits das Läuferpaar. Einige Minuten später hatte er gewonnen – 1:0. In der Zwischenzeit hatte Aleksandar am Spitzenbrett gegen den Orang-Utan-Aufbau seines Gegners einen starken Angriff am Königsflügel nebst Mehrbauern bekommen, und nach einem Zwischenzug war ein weißer Turm weg - 2:0. Allerdings standen Jan, Sebastian und ich nicht gut, der Wettkampf war also noch lange nicht gewonnen. Mein erfahrener Gegner Thormann hatte gegen mich mit Schwarz eine sehr aussichtsreiche Caro-Kann-Stellung erreicht, scheute aber mit 20 Minuten für 15 Züge vor den vielversprechenden Komplikationen zurück und ließ sich auf ein Unentschieden ein. Kurze Zeit darauf hatte auch Alice an Brett sechs gegen Topalov remisiert. Jans Gegner hatte dafür seinen schwarzfeldrigen Läufer entscheidend gegen den schwarzen König gerichtet, während am Damenflügel Jans Damenläufer und –springer nicht mitspielten. Da blieb nur die Aufgabe: 3:2.
Entschieden wurde der Wettkampf erst an Brett fünf: Sebastians Gegner hatte schwache Bauern hingenommen, um seinen schwarzfeldrigen Läufer gegen Sebastians luftigen Königsflügel einsetzen zu können. In schlechterer Stellung fand Sebastian einen kleinen Trick, und Seidel übersah die Fesselung in Zeitnot und musste einige Züge später mit einer Figur weniger aufgeben - 4:2. Bei René hatte lange das Brett gebrannt, aber inzwischen war er auch mit einer Mehrfigur aus den Komplikationen herausgekommen und konnte doch noch den Sieg einfahren und den Mannschaftssieg komplettmachen.
Nora rundete das Ergebnis mit einem Remis aus guter Position ab. 5,5-2,5 gegen extrem freundliche Gäste. Ein Sieg, der souverän aussieht, aber doch ganz schön wacklig war.


4. Schnellschach Grand-Prix

Auch beim letzten Schnellschach-Grand-Prix hatte Willie wieder die Nase vorn. Leider hatten sich dieses Mal nur 10 Teilnehmer eingefunden, vermutlich lag es am Auswärtsspiel unserer zweiten Jugendmannschaft. Die beste individuelle Leistung kam dieses Mal von Dierk. Damit hat Willi auch beide Gesamtwertungen gewonnen, herzlichen Glückwunsch!

Inoffizielle Turnierauswertung nach  D W Z
Nr. Teilnehmer Tit. At Ro Niv W We n E / J Rh X Rn Diff
1. Jensen,Dierk   M 1174 1448 2.0 1.19 5 17 / 15 1376   1203 29
2. Ruehr,Willie   M 1933 1742 4.5 3.57 5 29 / 15 2108   1954 21
3. Raedisch,Peter   M 1538 1681 2.5 1.84 5 21 / 15 1681   1558 20
4. Mäther-Türk,Stefa   M 1553 1510 2.5 2.37 5 21 / 15 1510   1556 3
5. Von Tippelskirch,   M 1449 1451 2.0 2.01 5 7 / 5 1379   1449 0
6. Topuz,Soner Marce   M 1819 1644 3.0 3.21 5 26 / 15 1716   1814 -5
7. Mandelbaum,René   M 2109 1690 4.0 4.48 5 30 / 15 1930   2099 -10
8. Parnitzke,Lennert   M 1607 1460 2.5 2.82 5 17 / 10 1460   1596 -11
9. Habermann,Till   M 1637 1346 2.0 3.48 5 10 / 5 1274   1559 -78
10. Türk,Janusch   M 0 1484 0.0 0.00 5   / 15 637   637 0




Rangliste:  Stand nach der 5. Runde 
Rang Teilnehmer At S R V Punkte Buchh SoBerg
1. Ruehr,Willie M 4 1 0 4.5 14.0 12.75
2. Mandelbaum,René M 4 0 1 4.0 15.0 10.50
3. Topuz,Soner Marcel M 3 0 2 3.0 15.0 6.50
4. Raedisch,Peter M 2 1 2 2.5 15.0 6.25
5. Parnitzke,Lennert M 2 1 2 2.5 12.5 3.00
6. Mäther-Türk,Stefan M 2 1 2 2.5 11.5 3.50
7. Habermann,Till M 2 0 3 2.0 11.0 2.00
8. Von Tippelskirch,Peer M 1 2 2 2.0 10.0 2.50
9. Jensen,Dierk M 2 0 3 2.0 10.0 2.00
10. Türk,Janusch M 0 0 5 0.0 11.0 0.00



Kategorie Gesamtplatzierung                                                         



31.8. 28.9. 26.10. 30.11. Gesamt







1.Willie Rühr -21,5 25 25 25 75
2.René Mandelbaum 21,5 18 18 -18 57,5
3.Lennert Parnitzke 12
12 10 34
4.Soner Topuz
10 6 15 31
5.Peter Raedisch 10 4 -4 12 26
6.Lars Schiele 
12 10
22
7.Peer von Tippelskirch
15 4 19
8.Kevin Högy 15


15
8.Holger Herbold
15

15
10.Till Habermann 4

6 10
11.Dennis Petru 8


8
11.Otto Cassens
8

8
11.Moritz Fölsing

8
8
11.Anton Engst
6 2
8
11.Stefan Mäther-Türk

8 8
16.Jakob Speck 6


6
17.Dierk Jensen


2 2
17.Frank Stolzenwald
2

2
17.Daniel Pfeiffer 2


2
17.Steffen Haugwitz 
1 1
2
21.Deniz Schmidt 1


1
21.Janusch Türk


1 1

 

Kategorie DWZ Verbesserung


31.8. 28.9. 26.10. 30.11. Gesamt






1.Willie Rühr 12 18 -10 18 48
2.Anton Engst
25 15
40
3.Peter Raedisch 15 -6 8 15 38
4.Peer von Tippelskirch
25 10 35
5.Lennert Parnitzke 18
12 4 34
6.René Mandelbaum 10 10 6 -6 26
7.Dierk Jensen


25 25
7.Jakob Speck 25


25
9.Lucas Lanzenauer

18
18
10.Frank Stolzenwald
15

15
11.Holger Herbold
12

12
11.Stefan Mäther-Türk

12 12
13.Soner Topuz
2
8 10
14.Dennis Petru 8


8
14.Otto Cassens
8

8
16.Kevin Högy 6


6
16.Till Habermann 4

2 6
18.Anton Schellin
4

4
18.Moritz Fölsing

4
4
20.Lars Schiele 
1 1,5
2,5
21.Deniz Schmidt 2


2
22.Steffen Haugwitz

1,5
1,5
23.Daniel Dräger 1


1
23.Janusch Mäther-Türk

1 1


3. Schnellschach Grand-Prix

Nach fünf schwer umkämpften Runden hatten Willie erneut die Nase vorn und steht damit vorzeitig als Gesamtsieger fest. Peer konnte nach der verkorksten Herbstreise ein sehr gutes Turnier spielen und den dritten Platz im Gesamtturnier und die beste individuelle Leistung verbuchen.


Rangliste:  Stand nach der 5. Runde 
Rang Teilnehmer At S R V Punkte Buchh SoBerg
1. Ruehr,Wilfried M 4 1 0 4.5 15.5 13.50
2. Mandelbaum,René M 3 2 0 4.0 15.5 11.75
3. Von Tippelskirch, M 4 0 1 4.0 14.0 9.50
4. Parnitzke,Lennert M 2 2 1 3.0 15.5 7.50
5. Schiele,Lars M 3 0 2 3.0 15.0 6.50
6. Fölsing,Moritz M 2 2 1 3.0 12.5 5.75
7. Topuz,Soner M 3 0 2 3.0 12.0 5.50
8. Raedisch,Peter M 3 0 2 3.0 9.5 3.50
9. Engst,Anton M 2 1 2 2.5 13.0 4.50
10. Haugwitz,Steffen M 2 0 3 2.0 11.5 3.00
11. Habermann,Till M 2 0 3 2.0 10.5 1.50
12. Herbold,Holger M 2 0 3 2.0 9.5 1.00
13. Lanzenauer,Lucas M 1 1 3 1.5 13.0 2.75
14. Paulsen,Tino   1 1 3 1.5 12.5 2.75
15. Karamatic,Josip   1 0 4 1.0 10.0 0.00
16. Karamatic,Marko   0 0 5 0.0 10.5 0.00



Inoffizielle Turnierauswertung nach  D W Z
Nr. Teilnehmer Tit. At Ro Niv W We n E / J Rh X Rn Diff
1. Von Tippelskirch,   M 1449 1689 4.0 1.23 5 7 / 5 1929   1633 184
2. Lanzenauer,Lucas   M 1213 1660 1.5 0.44 5 5 / 5 1511   1297 84
3. Engst,Anton   M 1334 1641 1.5 0.66 4 5 / 5 1554   1408 74
4. Parnitzke,Lennert   M 1608 1707 3.0 2.08 5 17 / 10 1779   1641 33
5. Ruehr,Wilfried   M 1950 1690 4.5 3.46 5 29 / 15 2056   1974 24
6. Raedisch,Peter   M 1550 1662 2.0 1.59 4 21 / 15 1662   1563 13
7. Mandelbaum,René   M 2109 1779 4.0 4.11 5 30 / 15 2019   2107 -2
8. Fölsing,Moritz   M 1707 1691 2.0 2.11 4 23 / 15 1691   1704 -3
9. Schiele,Lars   M 2073 1739 3.0 4.01 5 30 / 15 1811   2050 -23
10. Haugwitz,Steffen   M 1559 1686 1.0 1.59 4 16 / 10 1493   1536 -23
11. Topuz,Soner   M 1801 1443 2.0 3.55 4 26 / 15 1443   1760 -41
12. Herbold,Holger   M 1713 1456 0.0 2.29 3 24 / 15 779   1646 -67
13. Habermann,Till   M 1648 1574 1.0 2.39 4 10 / 5 1381   1569 -79
14. Paulsen,Tino     0 1651 1.5 1.50 5   / 15 1437   1437 0
15. Karamatic,Josip     0 1695 0.0 0.00 4   / 0     0 0
16. Karamatic,Marko     0 1561 0.0 0.00 4   / 0     0 0


 

2. Schnellschach Grand-Prix

Am 28.9. war es wieder soweit: Letzter Freitag im Monat – Schnellschach. Die Massen an Spielern, die auf jeden Fall beim nächsten Mal kommen wollten, sind zur allgemeinen Verwunderung ausgeblieben. Macht ja nichts, denn 16 Teilnehmer ist ja trotzdem eine Steigerung!

Nach fünf schwer umkämpften Runden hatten Willie und René alle Partien gewonnen, nur gegeneinander Remis gespielt. Die Buchholz entschied zu Willies Gunsten, nicht unverdient, denn in der direkten Partie war er lange am Drücker.

Ebenfalls sehr erfreulich ist das Abschneiden von Holger, der den Bronzerang belegt. Die beste individuelle Leistung gelang dieses Mal Anton E.



Inoffizielle Turnierauswertung nach  D W Z
Nr. Teilnehmer Tit. At Ro Niv W We n E / J Rh X Rn Diff
1. Engst,Anton   M 1370 1694 1.5 0.65 4 6 / 5 1607   1438 68
2. Ruehr,Wilfried   M 1950 1792 4.5 3.21 5 29 / 15 2158   1980 30
3. Stolzenwald,Frank   M 1429 1656 2.0 1.15 5 19 / 15 1584   1457 28
4. Herbold,Holger   M 1713 1703 3.0 2.03 4 24 / 15 1896   1740 27
5. Mandelbaum,René   M 2109 1836 4.5 3.97 5 30 / 15 2202   2121 12
6. Cassens, Otto   M 1694 1761 2.0 1.74 4 23 / 15 1761   1701 7
7. Raedisch,Peter   M 1548 1544 2.5 2.71 5 21 / 15 1544   1542 -6
8. Schellin,Anton   M 1261 1661 0.0 0.31 3 16 / 5 984   1249 -12
9. Topuz,Soner   M 1849 1625 3.0 3.56 5 27 / 15 1697   1836 -13
10. Schiele,Lars   M 2073 1756 3.0 4.01 5 30 / 15 1828   2050 -23
11. Haugwitz,Steffen   M 1585 1646 1.0 1.85 4 16 / 10 1453   1551 -34
12. Habermann,Till   M 1615 1884 0.0 0.64 3 10 / 5 1207   1576 -39
13. Parnitzke,Lennert   M 1586 1578 1.0 2.17 4 16 / 10 1385   1540 -46
14. Karamatic,Josip     0 1595 0.0 0.00 3   / 0     0 0
15. Paulsen,Tino     0 1523 0.0 0.00 3   / 0     0 0
16. Karamatic,Marko     0 1448 0.0 0.00 3   / 0     0 0





Grand Prix 2012: „Nächstes Mal bin ich dabei“

Nicht zu viele Termine wie bei der Vereinsmeisterschaft, einfach nur um 18:45 Uhr kommen und fünf gemütliche Partien spielen. Kein Startgeld, aber auch keine tollen Preise, auch wenn mehrere Teilnehmer sehr gierig fragten, was sie denn gewinnen könnten. Naja, nächstes Mal machen wir es vielleicht anders, kein Startgeld (das fanden nämlich alle ganz gut) und jeder, der tapfer bis zum Ende bleibt, bekommt 100€.

„Nächstes Mal“ ist ein gutes Stichwort; denn das ist der Plan von ganz vielen Spielern, wann sie auf jeden Fall können werden und auf jeden Fall kommen wollen. Wenn es wirklich so kommen wird, werden wir dann nicht mehr genügend Spielmaterial haben ;-)

So aber haben sich 14 Teilnehmer auf die Jagd nach möglichst vielen Punkten gemacht, denn es gibt zwei Kategorien, in denen man glänzen kann.

Die erste Möglichkeit sollte den meisten Turnierschachspielern bekannt sein. Es ist die schlichte Endplatzierung nach der Anzahl der erspielten Punkte.

Die zweite Möglichkeit ist die DWZ Verbesserung, wenn man das Turnier auswerten würde (geht bei Schnellschach aber nicht). Wer also besonders weit über seinen eigentlichen Möglichkeiten spielt, schneidet in dieser Kategorie besonders gut ab.

Willie hatte sich in seiner WG umgeguckt und gleich den Topfavoriten Kevin Högy mitgebracht. Auch René konnte sich Hoffnungen auf den Turniersieg machen. Heiß wie Frittenfett auf das Turnier war besonders Jakob, während seine Mannschaftskollegen aus der U14 Mannschaft recht lahme Ausreden fanden, warum sie lieber nach Hause wollten. Von unseren Stammgästen hatte Hamburgs aktivster Turnierspieler Peter Raedisch selbstverständlich den Weg zu uns gefunden.

Unser ehemaliges Jungtalent Claudia Gu studiert inzwischen in Korea, macht aber gerade ein Praktikum in Deutschland und hat es sich nicht nehmen lassen, mal wieder vorbeizuschauen. Besonders erstaunt war sie, dass Daniel in den letzten sechs Jahren doch noch gewachsen ist und nun zwei Köpfe größer ist als sie. Tja, wie die Zeit vergeht...

Leider bröckelte die Teilnehmerzahl gefühlt von Runde zu Runde etwas ab, aber immerhin 11 Spieler schafften es, bis zum Ende durchzuhalten, sodass fast alle Mitspieler in den Genuss von Grand-Prix Punkten gekommen sind, denn das könnte bei den nächsten Turnieren ja wesentlich schwieriger werden.

Am Ende hatten sich Willie, Kevin und René im Stein-Schere-Papier Modus gegenseitig geschlagen und so die ersten Plätze untereinander nach Buchholz verteilt. Etwas blöd ist es dann, wenn das eine oder andere Buchholzpferdchen nicht bis ins Ziel galoppiert.

Jakob konnte sich vor Lennert den ersten Platz in der Kategorie DWZ-Verbesserung schnappen.

Alle Teilnehmer hatten viel Spaß und spielten schöne Partien, auch in der ersten Runde, in der ja die Favoriten auf die Außenseiter treffen, war die schnellste Partie erst nach 20 Minuten beendet, was für ein sehr ausgeglichenes Teilnehmerfeld spricht.

Das nächste Turnier findet übrigens am Freitag, den 28.9. statt, um 18:45 Uhr muss man sich anmelden, das Turnierende wird gegen 22:30 Uhr sein.


Grand-Prix Wertung



Kategorie Gesamtplatzierung


1.René Mandelbaum    21,5 

1.Willie Rühr              21,5

3.Kevin Högy              15

4.Lennert Parnitzke     12

5.Peter Raedisch         10

6.Dennis Petru             8

7.Jakob Speck              6

8.Till Habermann          4

9.Daniel Pfeiffer           2

10. Deniz Schmidt        1


Kategorie DWZ Verbesserung


 1.Jakob Speck          25

2.Lennert Parnitzke   18

3.Peter Raedisch       15

4. Willie Rühr           12

5.René Mandelbaum  10

6.Dennis Petru           8

7.Kevin Högy             6

8.Till Habermann        4

9.Deniz Schmidt         2

10.Daniel Dräger



Endrunde: Erfreuliche Bilanz beim DWZ-Gewinn

Ein Bericht von René

In der U20 konnte Deniz in der letzten Runde endlich noch einmal gewinnen. Mit zwei Punkten wurde er zwar nur Letzter, allerdings hat er dabei sogar noch ein bisschen DWZ gewonnen, was zeigt, wie stark das Turnier besetzt war. Wenn er erst in die Partien gekommen ist, konnte er gut mithalten, allerdings wurde ihm doch recht häufig aufgezeigt, dass sein Eröffnungsrepertoire besonders mit Schwarz höheren Ansprüchen noch nicht genügt.

Mit einem kurzen Remis beendete Dennis das U18 Turnier. Er hat genau die Hälfte der Punkte gemacht und lag damit auf dem Papier genau im Soll, ist aber sehr unzufrieden mit sich, da er einige gute Möglichkeiten hatte, die er leichtfertig vergab. Vielleicht hat er seine Gegner teilweise unterschätzt.

Lucas verlor leider seine letzte Partie und landete auf seinem Setzlistenplatz. Obwohl er lange nicht mehr zum Training gegangen ist, konnte er richtig gut mithalten und jeden seiner Gegner lange Kampfpartien abliefern. DWZ hat er übrigens keine verloren, was genau wie bei Deniz zeigt, dass er mit seiner Leistung hochzufrieden sein kann. Leider gibt es beim Schach keine B-Note für eine gute Haltung. Wenn er noch etwas mehr an seine Möglichkeiten glauben würde und noch etwas aktiver spielen würde, kann er selbst gegen diese Gegnerschaft bestehen. Für mich war sein Spiel die positive Überraschung bei unseren älteren Teilnehmern.

In der U16 verlor Jeanette nach 29 Zügen auf Zeit, was beim Fischer-Modus (30 Sekunden Bonus pro Zug) eigentlich nicht passieren sollte. Da ihre Konkurrentin um den Platz bei der Deutschen Meisterschaft ebenfalls verloren hat, wird sie nun einen Stichkampf spielen müssen. Ihre große Stärke ist ihr sehr sicheres Spiel, sie hat kaum etwas eingestellt. Etwas arbeiten muss sie aber noch an ihrer Motivation und ihrem Kampfgeist.

Da Peer seine letzte Partie gewinnen konnte, konnte er Jeanette noch einholen und landete genau wie sie mit 4,5 Punkten im Mittelfeld. Seine Chancenverwertung könnte noch besser werden, ab und an hatte er auch kleine taktische Aussetzer, die er durch Taktiktraining sicherlich abstellen wird.

Lukas stand lange Zeit auf Gewinn, ließ dann aber eine schöne Mattkombination zu und verlor. 3,5 Punkte sind allerdings ein gutes Ergebnis für ihn. Wenn Lukas nun anfängt, Turniere zu spielen, wird er sich schnell verbessern können. Seine Stärke ist sicherlich sein Optimismus am Brett, auch in schlechten Stellungen seine Chancen zu suchen. Taktisch sollte er allerdings noch sicherer werden.

Alle drei U16er konnten ihre DWZ zum Teil deutlich steigern.

Unser Highlight war das Abschneiden unserer U14-Jugendlichen. Leider lief in der letzten Runde nicht mehr viel zusammen, was sehr schade ist, aber vor dem Turnier hätte ich nicht ansatzweise damit gerechnet, was das Quartett zu leisten vermochte.

Anton E. verlor leider seine Partie, die äußerst wild verlief. In einem Endspiel mit Mehrfigur lief er in ein Mattnetz. Schade, sonst wäre er Dritter geworden, doch auch der sechste Platz ist ein großer Erfolg.

Relativ chancenlos verlor Jakob seine letzte Partie und landete auf dem achten Platz.

Tobias wurde zur Topspielerin Theodora hochgelost und stand mit den schwarzen Steinen vor einer scheinbar unlösbaren Aufgabe. Er konnte allerdings eine Unachtsamkeit seiner 700 Punkte stärkeren Gegnerin ausnutzen und Material gewinnen. In Gewinnstellung traute er sich dann allerdings nicht zu, einer Zugwiederholung auszuweichen. Der neunte Platz ist ein toller Erfolg.

Sehr unglücklich verlief die letzte Runde für Anton S. Er hatte das Glück, gegen einen schwächeren Gegner runtergelost zu werden und konnte sich nach verkorkster Eröffnung schnell eine Gewinnstellung erarbeiten. Im 40. Zug überschritt er die Bedenkzeit, da er dachte, es würde ausreichen, wenn der Gegner 40 Züge gemacht hat. Wirklich schade, denn mit einem Sieg wäre auch für ihn eine Top-10-Platzierung möglich gewesen.

Demnächst wird unser Quartett in der U14 Sonderklasse um die Qualifikation zur Norddeutschen Mannschaftsmeisterschaft spielen, hoffentlich werden alle vier demnächst anfangen, richtige Erwachsenenturniere zu spielen, dann werden sie weitere Erfahrung sammeln und auch in Zukunft eine gute Rolle spielen.

Bei den Mädchen konnte Maria ihre letzte Partie gewinnen und sich so den Vizetitel sichern. Ihre große Stärke ist ihr offensives Spiel, das die Gegner zu Fehlern verleitet. Sie könnte aber noch etwas weniger Material einstellen; das gelegentliche Lösen von Taktikaufgaben sollte helfen.

Yasmeens Niederlage in der letzten Runde war bezeichnend für ihren Turnierverlauf. Strategisch hat sie ihre Gegnerin ausgespielt, doch gerade in dem Moment, als sie den Sack zumachen wollte, übersah sie eine Springergabel und verlor Material. Von der Spielanlage her dürfte sie die stärkste Spielerin im Feld sein, doch sie sollte bis zum Ende aufmerksam bleiben und insbesondere Springer studieren.

Insgesamt konnten unsere Spieler 668 DWZ Punkte gewinnen, was eine unglaublich gute Bilanz ist.

Demnächst findet das Norderstedter Osteropen statt, hoffentlich werden dort ganz viele mitspielen und an ihre guten Leistungen anknüpfen. Davor müssen aber noch individuell die richtigen Lehren gezogen werden.


Zweite Mannschaft 2012

Zwei Berichte von Dierk

Souverän, harmlos und superwild

"Wenn ich Weiß habe, dann freue ich mich schon im Voraus. Aber du spielst mit Weiß so, dass man gar nicht merkt, dass du wirklich Weiß hast. So passiv, so harmlos, so wenig nach vorne gehen deine Figuren." Tja, das von Willi Ruehr mit wild schwingenden Händen vorgetragene Urteil saß und war wohl letztlich auch der Grund dafür, dass meine Partie an Brett sieben in der Partie gegen Diogenes IV verloren ging. Da fällt mir en passant die Frage ein, wieso dieser Verein am Hammer Park sich diesen Namen verpasst hat? Wegen der Freude am Schachspiel vielleicht? Oder doch einfach, weil auch Niederlagen auf 64 Feldern der eigenen Freiheit und die Freude am Leben nichts anhaben können? Fragen über Fragen, von denen sich unser Mann an Brett 1, Willi Ruehr, offenbar nicht hat ablenken lassen. Schnörkellos, unbeirrbar, ja fast souverän spielte er seine Züge: "Nadelstich für Nadelstich". Nach 24 Zügen gab sein Gegner auf.
Am Brett nebenan verlief es weniger gradlinig, Daniel lieferte sich einen offenen Schlagabtausch, von dem die Experten am Analysetisch später die Adjektive "superwild und wüst" verwendeten. Am Ende musste sein Kontrahent Jasmin Dalipovic die auf des Messers Schneide stehende Begegnung verloren geben, weil Daniel - mit nur einer Dame in petto - ein Mattmotiv rechtzeitig erkannte.
Da sich Stefan Mäther nach heftigen Patzern relativ schnell ins Aus geschossen hatte, das Können von Moritz auch nicht aufblitzte und er seinem Gegner folgerichtig unterlag, richtete sich die ganze Aufmerksamkeit auf Holger, Lennert und Till. Während Holger noch aus einer recht bedrohlichen Position immerhin ein Remis sichern konnte und Lennert (obwohl er später cool meinte, er wäre sich ziemlich sicher gewesen, über längere Sicht gewinnen zu können) auch einen halben Punkt ergatterte, kam es auf unseren Joker Till an.
Und der meisterte seine Aufgabe mit Bravour und holte den für uns so ungemein wichtigen Punkt zum 4:4 Endstand. Dabei sah es im Endspiel zwischenzeitlich nicht sonderlich gut für Till aus, doch übersah sein Gegner einen wichtigen Turmzug mit guten Chancen zum Sieg und ließ stattdessen seinen Bauern ungeschützt stehen - zum Entsetzen der umstehenden Mannschaftskameraden.
Fazit: Bei Diogenes haben wir im Kampf gegen den Abstieg einen wichtigen Punkt geholt und mit etwas mehr "Weiß" im Bewusstsein wäre sogar noch mehr drin gewesen... Aber: Wie jeder weiß, bringt der Konjunktiv nicht wirklich etwas.

Bogoliobov, Trompowsky und ein blaues Auge: Der vierte Punkt wird eingefahren

Remis! "Alle Achtung", sagte kein Geringerer als Willi Ruehr zum glücklichen Ausgang des dritten Spieltages, der, mal ganz am Rande verraten, im Supermarkt mit Brille aussieht wie ein Halbbruder der Bluesbrothers.
Aber zurück zum Schach: Wieder ein Punkt gegen den Abstieg, der nicht zu Übermut verleiten, aber doch das Vertrauen in die eigene Spielstärke gestärkt haben sollte. Sätze, die fast so klingen, wie die Antworten von Fußballtrainern im Aktuellen Sportstudio... Egal, wie kam es nun zu diesem enorm wichtigen vierten Mannschaftspunkt?
Da Daniel nicht viel Zeit mitgenommen hatte, bot er nach ein paar läppischen Zügen in einer sizilianischen Eröffnung seinem Gegner Remis an. Und was macht der? Der nimmt einfach an und beweist damit nicht sonderlich viel Kampfgeist, aber erlöst unseren Daniel damit, der husch von dannen zischte. Apropos Kampfgeist, daran fehlte es offenbar auch an Brett zwei, denn Moritz bekam nach einer Caro-Kann-Eröffnung schon in einem sehr frühen Spielstadium zweimal Remis angeboten ... Sein Gegenüber schien nicht wirklich Lust zum Spielen zu haben, aber egal, Schwamm drüber, im 29. Zug bot Moritz - "mir fiel nichts mehr ein" - postwendend ein Unentschieden an, was der Unlustige, wie sollte es anders sein, dankend annahm. Gut, gut.
Um so sportlicher ging es dafür an Brett 3 über die Bühne. Holger entgegnete in der Eröffnung mit einer Bogoliobov-Variante und opferte später einen Springer, was, wie er noch eine Woche später freudestrahlend feststellte "korrekt war". Und wie der korrekt war! "Der wurde ja auch belohnt" wie sein Gegner kurz nach dem Spiel zwar genervt, aber durchaus "korrekt" anmerken musste.
An Brett 4 versuchte es Lennert mit der guten alten Eröffnung des Herrn Octávio Trompowsky und holte am Ende einen wertvollen halben Punkt für die Mannschaft. Dagegen konnte Luca bei unserem zweiten Heimspiel nur wenig reißen und musste sich nach Standard-Italienisch und ein paar Fehlerchen danach glatt geschlagen geben; auch meine Wenigkeit konnte nichts fürs Mannschaftskonto ausrichten, denn trotz ordentlicher Eröffnung ist ein Doppelbauer eben ein Doppelbauer, der nicht nur hässlich aussieht, sondern ganz einfach reicht, um ein jähes Ende zu erleben.
Dafür reichte Daniel Dräger an diesem Abend nach einer Damenbauer-Spiel-Eröffnung ein Patzer des Gegners im 16. Zug, um auf die Siegerstraße zu kommen und diese bis zum Ende nicht mehr verlassen zu müssen. Dagegen kam Peer nach einer sizilianischen Eröffnung nur mit einem "extrem blauen Auge" davon: Schwarz stand immer besser und kam doch nicht über eine Punkteteilung hinaus. Schlecht für die 16. Mannschaft des HSK, gut für uns Zweite in den Reihen der Weißen Dame. Vierter Punkt aus drei Spielen. Eben: "Alle Achtung!"



Zweite Mannschaft 2012: Neue Liga, neues Glück

Ein Bericht von Dierk

René neigt gelegentlich zu Übertreibungen. So sagte er mir vor dem ersten Punktspiel gegen Königsspringer um kurz nach halb sieben, ich sei zu spät...?? Bloß weil ich ihm vorher gesagt hatte, ich würde gegen halb sieben zum Aufbau eintrudeln... Na ja, letztlich traf ich 20 Minuten vor Beginn ein und konnte noch in aller Ruhe die schmuddeligen Tischtücher auslegen, zusammen mit den Mannschaftskollegen Schachuhren, Bretter und Figuren aufbauen. Denn außer Moritz und Stefan waren alle pünktlich. Alles gut also. Es gab sogar noch ein paar Minuten Gesprächszeit, um die Mannschaftsaufstellungen der nächsten Partien abzustimmen. Schwere Brocken kommen auf uns zu, hieß es, und wir würden wohl kaum Chancen haben, tatsächlich zu punkten. Um so mehr sei die Auftaktbegegnung wichtig, um den Klassenerhalt zu sichern.
Eine Ansage, die die Zweite an diesem grauen Freitagabend an allen Brettern offenbar ziemlich ernst genommen hat. Am Ende kam nämlich ein passabler 6,5 Punkte-Sieg zusammen. Keine Partie ging verloren, wobei es an einigen Brettern, wie dem von Nora, Holger und mir, zwischenzeitlich nicht sonderlich lustig aussah. Vor allem Holger stand zwischenzeitlich voll auf Verlust, weil er sich offenbar zu schade war, die gleiche Figur mehrmals zu führen. "Wie sieht denn das aus, hör mal?", feixte er nach der Partie, die er trotz des groben Patzers in einer aussichtlosen Stellung gegen seinen jungen "grinsenden" Gegner letztlich doch noch sicher gewann.
Dagegen musste Nora sich lange Zeit durch eine zähe Partie kämpfen, bis ihre Gegnerin leichtfertig eine Qualität verlor und dadurch der Punkt an unsere Amazone fiel. Indessen habe ich mein Spiel mies eröffnet, stand lange schlechter und erreichte am Ende dann aber trotzdem eine relativ ausgeglichene Stellung und nahm deshalb das angebotene Remis dankend an. An Brett sechs eroberte Stefan durch eine listige Eröffnungsvariante recht früh eine Figur und konnte sein Spiel ungefährdet bis zum Punktgewinn durchziehen. Auch Willi zog souverän, überstürzte nichts und machte Zug um Zug, "kleine Nadelstiche" wie er sagte, den Sack zu.
Ebenso ließ Lennert nach einer langen Negativserie (endlich) diesmal nichts anbrennen und entschied seine Partie ungefährdet für sich. Wechselhaft ging das Geschehen am Brett 2 zu, Dennis ließ aber einen schönen Gewinn aus und teilte den Punkt. Ob Moritz über seinen halben Punkt genauso glücklich war, ist zu bezweifeln.
Fazit der ersten Runde: Wir können mithalten, können die Klasse halten und wenn wir uns reinknien, ist sogar gegen vermeintlich stärkere Mannschaften noch was zu holen. Doch nicht abheben, realistisch bleiben und nicht zu weit nach vorne gucken. So haben wir schon in der nächsten Runde die Möglichkeit zu beweisen, was wir gegen auf dem Papier stärkere Mannschaften tatsächlich bewirken können. Auf jeden Fall wird Daniel uns im schweren Auswärtsspiel gegen Diogenes verstärken können und wer weiß, wenn die wirklich so eröffnen, wie sie es gewöhnlich tun, dann... Mal sehen.
Egal, wie es ausgeht, aber hoffentlich mit ein paar Siegpunkten im Rucksack wollen wir danach in Renés Geburtstag hineinfeiern. Apropos: Die Tischdecken sind beim nächsten Heimspiel wohl gewaschen und fast fleckenfrei, picobello quasi... wie gemacht für einen lupenreinen Hattrick oder so.



HMM 2011: Siegesserie der Zweiten endet gegen St. Pauli

Ein Bericht von Dierk

Einzig Holger nutzt die vermurkste Eröffnung seines Gegenübers aus; er steht die ganze Partie über gut da und gewinnt am Ende unangefochten. Dagegen irrt Lennerts Blick schon in einem frühen Stadium umher. Kein gutes Zeichen, was sich am Ende bewahrheiten sollte: er verliert. Derweil komme ich gut aus der Eröffnung, starte einen Angriff auf dem Königsflügel, den ich aber in Ermangelung von Material nicht durchziehen kann. Allerdings klaue ich dem Gegner einen Bauern nach dem anderen und lande schließlich einen ungefährdeten Sieg. Schon vorher konnte Nora für uns punkten. Die einzige Dame im Raum ließ mit ihrem unnachahmlichen sibyillinischen Blick ihrem graubärtigen Gegenüber einfach keine echte Chance, so dass er sich am Ende der unausweichlichen Niederlage lächelnd ergeben musste.

Tja, eigentlich war die Vorstellung jetzt schon vorbei. Doch plötzlich stellt der Gegner von Luca ob einer Gabelung seinen Turm ein und ist darüber so verzweifelt, dass er den Überblick verliert. Luca spürt die Verunsicherung, spielt schnell, so dass der sympathische ältere Herr stöhnt "das geht alles so schnell" und vollends den Überblick verliert. Er stimmt einem Remis zu, wenngleich er das Endspiel auch ohne die verlorene Mehrfigur gewonnen hätte. "Ich könnte mich in den Arsch beißen", waren seine letzten Worte als er den Ort des Geschehens verließ. "Gräme dich nicht", muss man ihm zurufen. Durch den halben Punkt ist alles wieder offen. Alle Blicke richten sich nun auf unseren Chemiker Moritz. Zwar versucht er bis zur letzten Sekunde Zuversicht auszustrahlen, doch ist ein gegnerischer Bauer auf der siebten Reihe am Ende dann doch zu viel des Drucks, so dass er sich trotz aufopferndem Geschiebe klein bei geben muss. Tja, knapp verloren, ist eben auch verloren. Schwamm drüber, sei es doch den St.Paulianern, sorry Daniel, vergönnt. Zumal wir ja jetzt mehr als vier Wochen reflektieren können, woran es denn gelegen hat... Wie dem auch sei, wie sagt doch Meister René, "noch ist nichts verloren!" Wie im richtigen Leben also und insofern alles halb so wild.“ 

 Die aktuelle Tabelle:
 1. Blankenese III      4 22½: 9½   8- 0
 2. Weiße Dame II       5 25½:14½   8- 2
 3. Farmsen III         5 22½:17½   7- 3
 4. St.Pauli IX         4 19 :13    6- 2
 5. Bergstedt II        4 16½:15½   4- 4
 6. Hamburger SK XXVI   4 13 :19    4- 4
 7. SC Rösselsprung     4 19 :13    3- 5
 8. Mümmelmannsberg     5 14 :26    0-10
 9. SF Sasel III        5  8 :32    0-10

 



Bericht zur Endrunde 2011 in Schönhagen

Vom 12.-20.März fand die Hamburger Jugend Einzelmeisterschaft (HJEM) in Schönhagen statt. Es ist seit vielen Jahren eine Tradition der Hamburger Schachjugend (HSJB) dieses Turnier in den Frühjahrsferien als eine Art Jugendfreizeitreise durchzuführen. Gespielt wird nachmittags eine Partie, am Vormittag und am Abend gibt es ein Freizeitprogramm. In den verschiedenen Altersklassen nahmen insgesamt 100 Kinder teil und die meisten beteiligten Vereine schickten ihre Trainer/Funktionäre als Leiter mit, die vor Ort verschiedene Aufgaben für die Allgemeinheit übernehmen (Zeitung, Partieerfassung, Analyse, Freizeit, Turnierleitung, etc.), aber auch ihre eigenen Schützlinge auf die Partien einstellen.
Elf Jugendliche aus unseren Traininggruppen waren dabei, als Betreuer kam René mit.
Die Vorbereitung von so vielen Spielern ist ziemlich anstrengend, es wäre sicherlich gut gewesen, noch einen zweiten vereinseigenen Betreuer dabei zu haben. Allerdings haben Dennis und Deniz auch das eine oder andere Mal mitgeholfen.
 
In der U20 Endrunde konnte Jan Ludwig aus beruflichen Gründen seinen Titel nicht verteidigen und ansonsten hat sich niemand von uns qualifiziert.
 
Die U18 wurde als Rundenturnier mit zwölf Teilnehmern ausgetragen. Deniz Schmidt spielte ein ordentliches Turnier und belegte mit 6,5 Punkten den 5.Platz. Daniel Dräger konnte sein gutes Vorjahresergebnis nicht bestätigen, mit 3,5 Punkten musste er sich mit dem 11. Platz begnügen. Da er seit über einem Jahr nicht mehr zum Training geht, ist das Resultat allerdings nicht ganz überraschend. Lucas Lanzenauers Qualifikation zur Endrunde war eine riesige Sensation, immerhin spielt er erst seit einem guten Jahr Schach. Gegen Gegner, die größtenteils schon seit sechs Jahren dabei sind, konnte er keine seine Nervosität nicht ablegen und verdarb zwei Gewinnstellungen und einige weitere gute Möglichkeiten. Sicherlich hat er in diesem Turnier sehr viel gelernt und wird im nächsten Jahr wieder angreifen.
 
Die U16 (und auch alle weiteren folgenden Altersklassen) wurde mit 22 Teilnehmern als Schweizer System Turnier (es werden stets punktgleiche Spieler gegeneinander gelost) ausgetragen. Peer von Tippelskirch konnte sich immer im Mittelfeld aufhalten und hatte am Ende 4,5 Punkte, was den 14.Platz bedeutete. Mit diesem Ergebnis wird er sicherlich sehr zufrieden sein, vor allem, da er nächstes Jahr noch einmal in dieser Altersklasse starten darf. Dennis Petru spielte ein fürchterliches Turnier, gesetzt war er an 3, doch gelandet ist er mit 4 Punkten auf dem 17.Platz. Er agierte extrem ungücklich und stand oft schon nach der Eröffnung mit dem Rücken zur Wand.
 
In der U14 waren 24 Spieler unterwegs. In dieser Gruppe war die Spitze extrem stark, für unsere Spieler blieben nur hintere Platzierungen. Anton Engst konnte sich 4 Punkte erarbeiten. Einige seiner Partien waren extrem unkonzentriert, allerdings konnte er andere Partien durch viel Sitzfleisch noch drehen. Julius Neise spielte sehr ordentliche Partien und konnte sich am Brett gut in die Partien reinkämpfen. 3,5 Punkte sind eine gute Ausbeute. Anton Schellin hatte sich nach seinem extrem starken HJET Ergebnis sicherlich mehr als zwei Punkte und den vorletzten Platz ausgerechnet. Ihm fehlt das Gefühl für den kritischen Moment, meisten hat er seine Bedenkzeit erst genutzt, als die Stellung schon schlecht war. Besonders an seinen Schwarzeröffnungen muss er dringend arbeiten.
 
Die U12 war mit 17 Spielern recht dürftig besetzt und vor allem hinten ziemlich schwach. Jakob Speck nutzte die Gunst der Stunde und wurde mit 6,5 Punkten Hamburger Vizemeister und darf vom 11. bis 19. Juni an der Deutschen Jugendmeisterschaft teilnehmen. In einigen Partien war er etwas glücklich, aber wenn er jetzt hart weiterarbeitet, wird er in Oberhof ein gutes Turnier spielen.
 
In der Mädchenendrunde spielen alle Mädchen mit, die sich nicht für ihre Altersklasse qualifiziert haben. Ob Mädchen dadurch besonders gefördert werden oder ob dieses System in Wahrheit leistungsfeindlich ist, ist umstritten. Maria Ludwig konnte ihren Titel nicht verteidigen und belegte mit 5 Punkten den fünften Platz. Yasmeen Schmidt erreichte 4 Punkte und wurde 13. Beide nutzen das Turnier eher als Freizeitreise und waren (leider auch während der Partien) mit vielen Dingen beschäftigt, aber nicht mit Schach. Auf jeden Fall blieben beide unter ihren schachlichen Möglichkeiten.
 
Hier geht’s zu den Endständen
www.endrunde.com





HJET Abschlussbericht – Alterklassen hui – Leistungsklassen Pfui

Ein Bericht von René
 
In der Leistungsklasse 1 konnten Dennis und Lennert den Abstieg nicht verhindern. Lennert spielte so schlecht, dass er in Zukunft nur noch als Leiter zur Endrunde mitfahren darf. Aber die Urkunde will er sich neben seine alte Hamburger Meister Urkunde hängen. Immerhin steht auf der Urkunde eine schwarze Null.
 
In der Leistungsklasse 2 konnte Deniz aufsteigen. Daniel, Till, Peer und Maria sind abgestiegen, teilweise recht knapp, teilweise recht dämlich (kampflose Niederlagen), teilweise recht deutlich. In der U20/U18 konnte Lucas nach Wertung den ersten Platz belegen, allerdings hatte die Turnierleitung das zunächst verplant. Der Pokal wird sicherlich bald nachgereicht.
Lukas konnte in der U16 leider nicht so viele Punkte sammeln und hat die Qualifikation verpasst.
 
In der U14 hatten wir besonders viele heiße Eisen im Feuer. Beide Antons und Tobias spielten ständig vorne mit, Julius konnte sich nach verschlafenem Start zurück ins Turnier kämpfen. Yasmeen spielte sehr ordentliche Partien, verpatzte in Zeitnot allerdings ein Turmendspiel mit drei Mehrbauern zum Verlust und blieb nur im vorderen Mittelfeld. Josua und Robin haben die Qualifikation leider verpasst, haben aber wertvolle Erfahrung für die kommenden Jahre gesammelt.
 
Jakob und Nikhil konnten sich in der U12 beide vorne platzieren, leider wird Nikhil in den Frühjahrsferien Skilaufen.
 
Demircan hat in der U12-2 viel gelernt und wird sich nächstes Jahr bestimmt zur Hamburger Meisterschaft qualifizieren.
 
In der U10 sind David, Pieter und Jim ständig vorne dabei gewesen und zur Hamburger Meisterschaft (2.+3.April in Hamburg) qualifiziert, Jakob wird in den nächsten Jahren angreifen.
 
Zur Hamburger Meisterschaft in Schönhagen (12. bis 20.März) nominiert wurden
U18: Deniz, Daniel, Till, Lucas
U16: Dennis, Peer
U14: Anton, Anton, Julius (Tobias verzichtet wegen Skiurlaub)
U12: Jakob (Nikhil verzichtet wegen Skiurlaub)
Mädchen: Maria, Yasmeen
Leiter: René, Jan, Lennert
 

HMM Runde drei: 5:3 gegen Niendorf

Ein Bericht von Lars

Nach minutiöser Vorbereitung von Lars und René am letzten Freitag (weil anscheinend niemand sonst René persönlich zum Geburtstag gratulieren wollte) konnten wir unsere Siegesserie gegen den Niendorfer TSV 31 verlängern. Willi hatte aus einer schlechteren Eröffnungsstellung mit Hartnäckigkeit und Routine Unentschieden erreicht. René kam nach einem Fingerfehler seines Gegners aus der Eröffnung mit Vorteil heraus und gewann eine Figur. Apollo hatte nach durchwachsenem Partiebeginn mit einem netten taktischen Trick ein bis zwei Bauern gewonnen, die er gegen einen mächtigen a-Freibauern eintauschte, für den der Gegner dann den Turm geben musste. Zeljko konnte seinen Mehrbauern leider nur zu einem halben Punkt machen, aber trotzdem stand es damit schon 3-1.
Leider kam Jan nach Eröffnungsvorteil nur in ein schlechteres Endspiel mit Turm gegen Läufer und Springer und lief in entsetzlicher Zeitnot in eine Springergabel. Ich selbst war von René präpariert und von meinem liebenswürdigen Gegner mit der Nachricht von Mubaraks Rücktritt zusätzlich in gute Laune gebracht worden und konnte glücklich einen vollen Punkt beisteuern: 4-2, zumindest einen Mannschaftspunkt würden wir mitnehmen. Den Siegtreffer erzielte Alice aus einem sehr verzwickten Mittelspiel ohne Damen heraus, in dem sie besser durchblickte. Aleksandar musste kurz darauf mit Minusqualität aufgeben, verteidigte die Stellung aber noch in der Analyse hartnäckig.
Tabellenführung, Aufstieg, Jubelfeiern, Champagner für alle und so weiter - zumindest bis  in zwei Wochen beim HSK VII träumen wir ein bisschen von der Landesliga.



HJET 2011 – Zwischenbilanz nach den ersten Runden

Jedes Jahr findet im Januar und Februar die HJET (Hamburger Jugend Einzelturniere) statt, das Qualifikationsturnier zur Hamburger Jugendeinzelmeisterschaft. Es ist aber auch ein sehr gutes Einstiegsturnier für Anfänger, denn es gibt verschiedene nach Alter und Spielstärke unterteilte Gruppen. Gespielt wird samstags, Beginn und Modus ist für die Gruppen unterschiedlich.
 
In den Leistungsklassen spielen die besten Hamburger Jugendlichen – unabhängig vom Alter. In der Leistungsklasse 1 gibt es vier Gruppen mit jeweils sechs Spielern, jeder spielt einmal gegen jeden und die beiden besten Spieler aus jeder Gruppe qualifizieren sich zur U20 Endrunde, der Königsklasse, die letztes Jahr von unserem Jugendwart Jan Ludwig gewonnen wurde.
 
Wir werden dort von Dennis Petru und Lennert Parnitzke vertreten, beide sind in ihren Gruppen stark gefordert, Dennis hat aber schon seinen ersten Punkt erkämpft.
 
In der Leistungsklasse 2 gibt es fünf Gruppen mit jeweils sechs Spielern, jeder spielt einmal gegen jeden und die Gruppensieger steigen in die L1 auf.
 
Deniz Schmidt liegt mit 2/2 besonders gut im Rennen, auch Daniel Dräger ist mit 1,5/2 gut dabei. Peer von Tippelskirch hat erste eine Partie gespielt und diese durch gute Verteidigung Remis gehalten. Till Habermann und Maria Ludwig warten noch auf die ersten Punkte.
 
Die übrigen Teilnehmer spielen in den Altersklassen-Gruppen.
 
Die U20 und U18 wurden zu einer Gruppe zusammengelegt, da nur zwölf Spieler gemeldet haben. Lucas Lanzenauer liegt mit bärenstarken 3/3 gegen nominell deutlich stärkere Gegner auf dem 2.Platz!
   

In der U16 sind 26 Spieler gemeldet, Lukas Münster hat 1/2, nachdem er eine Gewinnstellung noch sehr unglücklich vergeben hatte.
 
In der U14 sind 59 Spieler gemeldet. Anton Schellin (3,5/4) und Anton Engst (3/4) haben beste Chancen, sich zur Endrunde zu qualifizieren, aber auch Darius Hohlbaum, Yasmeen Schmidt und Julius Neise (alle 2/4) liegen noch gut im Rennen. Tobias Fohrer hat bereits einen Samstag ausgesetzt (in dieser Gruppe setzt jeder Spieler einen Samstag aus) und liegt mit 2/2 auch voll auf Kurs. Josua Spisak (1,5/4) muss nun einen guten Schlussspurt hinlegen, wenn er es noch schaffen will. Robin Schrick aus der Schulschachgruppe von Daniel spielt hier sein erstes Schachturnier überhaupt und lernt von Partie zu Partie neue Sachen dazu. Einen Punkt hat er bereits gemacht!
 

Die U12 ist in zwei Gruppen unterteilt. In der U12-1 spielen die stärkeren Spieler, die um die Qualifikation zur Endrunde spielen. Nikhil Roy hat bereits zwei Mal die Hamburger Meisterschaft U10 mitgespielt und wird sich sicherlich erneut zur Endrunde qualifizieren. Nach einem guten Start mit zwei Siegen verlor er allerdings zwei umkämpfte Partien gegen starke Gegner, wird aber sicherlich bald zurückschlagen. Die Überraschung ist Jakob Speck aus Dennis' Schulschachgruppe, er hat 2/2 und dabei schon gegen einen Endrundenteilnehmer aus dem Vorjahr gewonnen.
 

In der U12-2 zeigt Demircan Kinikli, dass er aus seinen Niederlagen in der Vereinsmeisterschaft viel gelernt hat. Mit 4/6 hat er sich vorne festgesetzt. In dieser Gruppe ist es noch nicht Pflicht, die Partien mitzuschreiben, aber selbstverständlich macht er das und ist bei der Analyse extrem motiviert dabei. Nächstes Jahr wird er sicherlich in der U12-1 eine gute Rolle spielen.
 

In der U10 hat Pieter Walraven mit 3/3 einen Traumstart hingelegt. Jim Gurung hat 2/3 und kann ebenfalls noch von der Hamburger Meisterschaft träumen. Die Erfahrung aus der Vereinsmeisterschaft hat beide schon sehr stark gemacht! Jakob Neise kann in dieser Altersklasse noch zwei Mal teilnehmen und hat momentan 1,5/6. Aus Renés Schulschachgruppe ist David Schramm mit 3/3 ebenfalls gut dabei.
 
Etwas schade ist, dass nur sehr wenige Mitglieder aus unserer Nachwuchstrainingsgruppe teilnehmen, dieses Turnier ist ein wunderbares Training. Auch aus den Schulschachgruppen könnten mehr Teilnehmer den Mut haben, sich der Herausforderung zu stellen.
 

Erstes Match, erster Sieg

Ein Bericht von Lars.

Die Hinfahrt ins finstere Schnelsen brachten wir annähernd pünktlich hinter uns. Alice wollte gleich wieder weg, also schloss sie schnell Frieden. Willi hatte sich einen Mehrbauern erkämpft, musste ihn aber wieder abgeben und machte ebenfalls remis. An Brett acht erwies sich der von René in allerletzter Sekunde als Ersatzspieler verpflichtete Dennis Petru als erstklassig präpariert und schloss die Partie mit einem schönen Königsangriff ab.

René stand eigentlich die gesamte Partie über besser. In gegnerischer Zeitnot streute er eine Ungenauigkeit ein und stand kurz kritisch, siegte dann aber doch. Ich hatte es an Brett vier andersherum gehalten: Ich stand eigentlich den größten Teil der Partie schlechter, aber in der bei Königsspringers grassierenden Zeitnot hatte mein Gegner mehrfach die beste Fortsetzung ausgelassen und musste am Schluss seine Dame weggeben.

Ich sagte Moritz, der ebenso wie Jan in großer Zeitnot war, dass es 4:1 für uns steht, und hörte mir im Analyseraum lustige Sprüchlein von René an. Kurz darauf stieß Moritz dazu, der seine souverän geführte Partie sicher gewonnen hatte. Jan war allerdings in einen heftigen gegnerischen Königsangriff geraten und hatte viel Material ausspucken müssen. Im Endspiel probierte er noch eine Pattfalle aus, aber sein Gegner behielt die Übersicht. Schließlich einigten sich die Spitzenbretter in einem komplizierten Schwerfiguren-Endspiel auf ein Unentschieden. Unser erster Sieg in einer ziemlich ausgeglichenen Klasse bedeutet sogar die Tabellenführung. Ein besonderer Dank geht natürlich an unsere beiden Reservisten Moritz und Dennis für zwei von zwei möglichen Punkten.



Weihnachtsopen Erfurt 2010

Ein Bericht von Dennis und René
 
Bei einer gemütlichen Autofahrt und sonstigen unterhaltsamen Extras haben wir uns auf den Weg gemacht. Das Navi sagte uns eine Ankunft von 13:48 Uhr an. Das wurde bei einer Startzeit von 9:45 Uhr und 360 Kilometern Entfernung mit ungünstigen Witterungsverhältnissen von René ziemlich schnell bezweifelt: „Ich würde einfach mal behaupten – es lügt!“
Trotzdem motiviert und mit schlechten Sichtverhältnissen ging es auf die Autobahn. Dass unser Fahrer Stefan praktisch nichts sehen konnte, war anscheinend egal. Der Dreck auf der Frontscheibe geht bestimmt von alleine weg... Zwei mal haben wir an einer Tankstelle angehalten, damit hier und da etwas Flüssigkeit besorgt werden kann und die Sicht wieder frei war.
 
In der Zwischenzeit wurde Forrest Gump genau analysiert und interpretiert – schließlich müssen alle Details in einem Film erfasst werden! Damit wurde auch beschlossen, dass der Film auf der Reise geguckt wird, man muss ja auch die letzten Ungereimtheiten aus dem Weg schaffen.
Stefan hat noch irgendwo und irgendwann im Schnee sein Revier markiert, mit Nachkontrolle, ob es auch nach allen Regeln der Kunst gemacht wurde. Dazu wurden die Straßenverhältnisse grausamer je weiter wir uns in Richtung Osten begeben haben.
 
Deniz` Fahrt mit der Bahn dauerte länger und gab ihm die Möglichkeit, insbesondere den Göttinger Bahnhof sehr intensiv zu erkunden.
 

Die Ankunft

 
Obwohl unser Haus von außen nicht gerade toll aussah, war das Appartement echt klasse. Zwei Zimmer zum Schlafen, eine Küche, zwei Toiletten, eine Dusche und ein Wohnzimmer mit gemütlichen Sofas. Auf diesen wurde dann auch nach einer kleinen Mahlzeit entspannt mit einem guten Buch und dem Wissen, dass wir hier gemütlich warten, während Deniz noch in seiner Bahn sitzt. Auch unser Spielsaal konnte sich sehen lassen: Wir hatten die Ehre, mit himmlischen Ausblick aus dem 17. Stock zu spielen. Sowohl mal mit Tages-, Nacht-, Lichter- und Schnee-Blick!
 

Der Abend

 
Nach gefühlten „44534546346“ Stunden Verspätung zur Runde und dem ganzen Schnick-Schnack von wegen Schach spielen waren wir um 23.30 Uhr wieder zuhause und haben den Abend mit Goodfellas ausklingen lassen und dem Entsetzen von Stefan und René, dass Deniz und ich den Film noch nicht gesehen haben.
 

Tag 1

 
So gegen 9 Uhr war Aufstehen angesagt, schließlich müssen wir ja auch um 10 Uhr zur Runde anwesend sein. Der Fahrstuhl zum 17. Stock war immer ein Kampf gegen die Leute, die eben nicht in den 17. wollen. Zum Glück gab es 30 Minuten Karenzzeit.
Viel wichtiger ist aber, dass wir allesamt die 2. Runde schnell beenden  und somit den vom Turnierort 50 Meter entfernten Rewe plündern konnten. Eingekauft wurde so einiges. Die edelsten Zutaten, um qualitativ hochwertige Croques herzustellen. Dazu noch als gemeinschaftliches Mahl Spaghetti mit Oliven und Peperoni, zubereitet von Chefkoch Stefan, der von der Jury ein einstimmiges Urteil bekam: „Ich habe schon mal was schlechteres gegessen!“
 
Zuhause wurden diese unglaublichen Produkte natürlich auch verwendet. Was dabei entsteht, sollte klar sein – dreckige Teller und Besteck! Und wer wäscht das alles? Ja, ganz genau! Der Verlierer beim Ligretto! Für Stefan, die Pfeife, mussten wir das Spiel erst einmal erklären und dann zwei Testrunden durchlaufen. Abwasch war dann ja geklärt, der Gew... Verlierer waaaaaar: DENIZ. Mit einem Punkt Abstand zum drittplatzierten Stefan. Auf dem sicheren zweiten Platz fand ich mich wieder und René sich auf dem ersten.
 
Zum Abend nach der Runde wurde wie geplant Forrest Gump geguckt und auf jede verdammte Einzelheit geachtet. Wir kamen zu dem Ergebnis, dass der Junge echt viel gemacht hat in seinem Leben. Dass Jenny an Aids gestorben ist, sollte übrigens klar sein. Unheilbarer Virus und das in diesen Jahres. Dazu noch diese Risikogruppe...
 

Tag 2

 
An diesem Abend hat René sich weiter gebildet. Wer jetzt denkt, dass er ein gutes Buch gelesen hätte, liegt total falsch. Er hat lediglich die BILD gelesen. Erstmal wurde festgestellt, dass nicht nur die ehemalige DDR ihren Glanz und ihre Schönheit verloren hat, sondern dass das BILD-Girl gar nicht mal so gut aussieht.
Die Top 20 Länder waren gefragt und um sich einen Tag abwaschen zu ersparen, machte René auch den Quizmaster. Ich wusste bereits, dass ich dieses mal mit dem Abwasch mein Vergnügen haben werde... So kam es dann auch. Den Rest des Abends wurden zwei hart umkämpfte Runden Wucherer gespielt, welche natürlich gaaaaaaaaar keinen Spaß gemacht haben, weil da iiiiiiiiirgend welche Blöd-Kinder mit Bomben, Irren und haste nicht gesehen das Spiel verbaut haben. Was soll‘s, ohne Dächer lebt es sich eben leichter.
 

Tag 3

 
Als Stefan und ich unsere Morgenrunde beendet hatten und noch einen Mini-Einkauf machten, gingen wir ohne Deniz und René zurück zur Wohnung. Da hab ich mich erst ein mal aufs Glatte führen lassen und eine akrobatische Sturzlandung hingelegt. Mit allem was dazu gehört: Gleichgewicht außer Kontrolle, Sour Cream in den Schnee geworfen und zu guter letzt natürlich die um Haaresbreite verpasste Konfrontation von Kopf und Wand (könnte dramatischer wirken als es war).
Der Abendabwasch wurde dann mit dem schönen Spiel Tabu geklärt, und da Stefan und René sich Wörter teilweise durch großartige Kenntnisse im deutschen (Schlager)liedgut vorsingen konnten, durften Dennis und Deniz abwaschen.
 

Zum schachlichen Teil (von René)

 
Alle vier Spieler haben sehr erfolgreich gespielt und konnten DWZ und Elo gewinnen, bzw. sich sehr gute Halbelozahlen erspielen. Am Preisgeld sind alle knapp vorbeigeschrammt, aber immerhin hat es für zwei Sachpreise gereicht. Die Vor- und vor allem die Nachbereitung der Partien war an jedem Abend Teil des Programms und sehr lehrreich. Alle vier Teilnehmer waren sich einig, dass sie demnächst (vielleicht zu Ostern?!) wieder zu einem Open fahren wollen.
 
Hier geht’s zu den Tabellen:
http://www.schach-info.de/erfurt/erg2010-meister.html
http://www.schach-info.de/erfurt/erg2010-haupt.html




Glücklich nach einem harten Kampf

HMM 2011: Das Auftaktspiel der zweiten Erwachsenenmannschaft
 
Ein Bericht von Dierk
 
Tischdecken wie Tod. Die Wände in bleiches ödes Ockergelb getunkt; ein Ort, der eine Aura ausstrahlt, als ob Altwerden nicht nur schrecklich ist, sondern grausam zu sein scheint. Und ausgerechnet genau an diesem Ort schlug sich die zweite Mannschaft unbeirrt all der dräuenden Dinge, die da kommen mögen oder auch nicht, jugendlich, tapfer, unerschrocken! So hat Daniel an Brett 1, obwohl eigentlich schon alles vorbei schien, seinem Gegner auch ohne Dame und mit unbekümmerter Kaltschnäuzigkeit ein nicht mehr erwartetes und schon gar nicht mehr zu erhoffendes Remis abringen können. Das war der entscheidenden halbe Punkt, der für den knappen Sieg im Auswärtsspiel gegen Rösselsprung reichte.
 
Nachdem Luca an Brett sieben und Dierk an Brett acht, die Zweite etwas überraschend und relativ schnell zwei zu null in Führung gebracht hatten, mussten sich Nora ("zwei Bauern weniger sind einfach zu viel Nora" - so Renés Kommentar nach dem Spiel), Stefan und Lennart in ihren Partien geschlagen geben, bis Routinier Holger das Steuer wieder herumriss und zum drei zu drei ausglich. So konzentrierten sich alle Blicke auf die beiden letzten Bretter; auf dem einen konnte Dustin letztlich eine zähe und bleierne Stellung in der Nachspielzeit am Ende deutlich für sich entscheiden, während an Brett 1 das Drama seinen Lauf nahm und Daniel seinen Gegner trotz Verluststellung durch kluge, kleine und doch wirksame Züge noch in Zeitnot brachte und diesen zu einem Unentschieden zwang. Glücklich und zufrieden, nach "hartem Kampf" wie Meister Mandelbaum meinte, verließ die Zweite schließlich den Spielort. Ließ die Tischdecken wie Tod hinter sich und geht nun voller Optimismus in die kommenden Spiele.
 




Bericht Weihnachtsfeier 17.12.

Am Nachmittag trafen sich die Jugendlichen und einige Eltern zur Weihnachtsfeier. Die Trainer hatten alle ihre Sonntagskleidung aus dem Kleiderschrank geholt und ein schönes Programm entworfen.
Zunächst wurde natürlich ordentlich und teilweise sogar gesund gespeist.



Anschließend wurden vier Mannschaften gebildet, die verschiedene Spiele gegeneinander bestritten, u.a. Paare sortieren, Flügelschach, Anno Domini, Bluff, Pantomime, ein großes Wissensquiz und vieles mehr.



Anschließend wurden die Sieger der Vereinsmeisterschaft geehrt und das Turnierheft verteilt.



Außerdem wurde der „Aufsteiger des Jahres“ geehrt, die Jury hat sich für Anton S entschieden und ihm ein schönes Buch geschenkt.

Um 19 Uhr fand dann das traditionelle Weihnachtsblitzturnier statt, im A-Finale siegte Lars vor René, im B-Finale teilten Nora und Holger den ersten Platz, im C-Finale gewann Till von Anton.



Hier gibt es noch weitere Fotos.






Auftaktsieg in der Frauenlandesliga

Frauenlandesliga 1. Runde

Ein Bericht von Nora

9. November 2010
Die erste Runde der Frauenlandesliga, von bösen Zungen auch Frauenkegeln genannt, wobei ich immer fand, dass das nach was anderem klingt, hat am Sonntag stattgefunden.

Wir durfte gegen Diogenes antreten, im Voraus als starker Gegner eingeschätzt. Sonntags morgens begann also der Kampf und zuerst muss gesagt werden, dass er in einer Altentagesstätte stattfand. Man fühlt sich jünger, wenn man wieder rausgeht. Es bleibt unschachlich noch zu sagen, dass die alten Leute gut malen können und zwei Exemplare von "die Firma" an zwei verschiedenen Orten in ihrem Bücherregal stehen hatten.

Schachlich waren die Gegnerinnen nicht ganz so furchteinflößend aufgestellt, wie befürchtet. Alice spielte an Brett 1 eine lange Partie, die für mich als Außenstehenden kurzzeitig gewonnen für sie aussah, dann uneinschätzbar wurde, die sie dann aber doch noch gewann.

An Brett zwei durfte ich mich herumschlagen und in einer verwirrenden Stellung übersah meine Gegnerin die entscheidende Drohung und musste sich dem Motiv Doppelangriff geschlagen geben.

Von Brett 3, an dem unsere Gastspielerin Carina spielte, habe ich nicht viel mitbekommen, irgendwann hatte sie zwei Leichtfiguren gegen einen Turm und wahrscheinlich hat sie diesen Vorteil souverän zum Sieg geführt.

An Brett 4 spielte Yasmeen, die lange Zeit eine geschlossene Stellung auf dem Brett hatte. Die Stellung öffnete sich irgendwann am Königsflügel und in der Analyse musste festgestellt werden, dass Yasmeen in der Schlussstellung, in der ihre Gegnerin und sie sich auf ein Remis geeinigt hatten, eigentlich auf Verlust stand. Ein bisschen Glück gehört halt auch dazu.

So endete der Kampf am Sonntagnachmittag mit einem erfreulichen 3,5-Sieg.

Der nächste Wettkampf ist ein Heimspiel am 5.12. gegen den SKJE, Fans sind herzlich willkommen.

Die Seite des Schleswiger Holsteiner Schachverbandes zeigt Tabellen, wenn man unter Ligen, Landesverband auf Frauenlandesliga klickt.




2. Fussball beim HSJB: Tunneln ist immer gut

Am Samstag, den 25. September, hat der HSJB ein Fußballturnier im Stadtpark ausgetragen. Sechs Mannschaften trafen sich und jeder spielte ein Mal zehn Minuten gegen jeden. Achim, Daniel, Jan, Maik und René haben uns dort vertreten. Als erstes lernten die Nicht-Vereinsspieler von den Profis, warum man dort eh nicht gewinnen kann. Der Platz ist schlecht, die Tore zu klein und das Feld zu kurz. Außerdem ist morgen noch ein wichtiges Spiel und dafür muss man sich schonen, also viel laufen geht schon mal nicht. Und außerdem darf die Hose nicht dreckig werden, schließlich kostet das sonst Strafe in die Mannschaftskasse. Gute Spieler wissen halt schon vorher, warum sie Versager sind, schlechte Spieler merken das immer erst hinterher. Haben sie wohl im Vereinstraining so gelernt.



Im ersten Spiel konnten wir mit der Taktik "Pass zu Achim" 1:0 gegen den SKJE gewinnen. Schon mal nicht schlecht. In der Pause wurden die Anfänger dann schnell in die Kunst des Passens ("Aber nicht flach, der Platz ist viiiiieeel zu schlecht") und Stoppens eingeführt. Auch ein kurzes Referat zum Thema "Versteckte Fouls im Training der E-Jugend" wurde uns noch präsentiert. Mit diesem Wissen konnte gegen Diogenes 2 dann auch 4:0 gewonnen werden, die Gegner waren eigentlich nur im Lamentieren, Diskutieren und Reklamieren gut, es waren halt alles erfahrene Vereinsspieler.
 
In der nächsten Pause wurde das Thema "Tunnel" besprochen, und die Profis erklärten, dass ein Tunnel immer gut ist, auch wenn man den Ball dabei ins Aus schießt. Außerdem muss man im Vereinstraining massig Liegestützen machen, wenn man beim 5 gegen 2 getunnelt wird.



Das nächste Spiel gegen Königsspringer ging 0:1 verloren, obwohl der Schiedsrichter das Tor eigentlich nicht anerkennen wollte. In der nächsten Pause war dann mal kein Training, die Nachwuchstrainer wurden zum Kiosk geschickt, um sich endlich mal richtig nützlich zu machen. Das Zielwasser erwies sich als hilfreich, gegen die Schachelschweine konnte 2:1 gewonnen werden. Und wirklich ärgerlich war, dass der Schiri abgepfiffen hatte, als wir auf das leere Tor zustürmten. Aber egal.

Inzwischen war der Grill auch in Betrieb, und die Pause wurde zur Stärkung genutzt.
Vor dem letzten Spiel gegen Diogenes 1 war klar, dass uns ein Unentschieden zum Turniersieg reichen würde. Doch nach zwei blöden Gegentoren konnten wir nur noch den Anschlusstreffer schaffen, mehr war nicht drin.
 
Fußball ist ja eigentlich ganz lustig, aber wenn man verliert ist es eine unglaubliche Verschwendung von Zeit. Nachdem wir noch eine Urkunde und fünf Lollis abgeräumt hatten, konnten wir mit einem dritten Platz nach Hause fahren.
 

Berichte vom Mittelstands-Cup.

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1. Mannschaft

Ein Bericht von Lars


Als zweimaliger Turniersieger wollte die erste Mannschaft dieses Mal das Recht erringen, den Mittelstandscup dauerhaft in unserer Vereinvitrine aufzubewahren. Dafür wurden sogar liebgewonnene Gewohnheiten geopfert - Jan durfte uns zu Lars’ großer Erleichterung vor Turnierbeginn keine Titel verleihen.

Das Turnier ging dann standesgemäß mit zwei Siegen los, wobei Jans Mannschaftskameraden zittern musste, weil er seine überlegenen Stellungen stets in entsetzlicher Zeitnot bekam. Wir wollten uns endlich am mit dem von uns mitgebrachten Spielmaterial ausgestatteten Tisch eins festspielen. Aber als der Turnierleiter unsere gute Performance schon mit dem Auftreten der Deutschen Fußballer in Südafrika verglich, machte uns die Diagonale Harburg einen Strich durch die Rechnung: Erst stellte Lars seine Dame ein, dann übersah Jan mit ein paar Sekunden auf der Uhr, dass er im Damenendspiel seinen Bauern mit Schach umwandeln konnte, und anschließend konnte René seine verlorene Stellung nur noch zum Remis umbiegen - 1,5 zu 2,5, unsere erste Niederlage. (Hoffentlich ist das kein schlechtes Omen für das Spiel gegen Spanien am Mittwoch.)
Danach ging es aber wieder nach oben: Während wir gegen die übrige Konkurrenz gewinnen konnte, gab die Diagonale gleich im nächsten Spiel zwei Punkte ab, so dass wir zum dritten Mal in Folge den Mittelstandscup gewonnen habe. Nächstes Jahr muss ihn dann aber unsere dritte Mannschaft holen, da wir als Stadtliga-Mannschaft nicht mehr startberechtigt sind.

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2. Mannschaft

Ein Bericht von Holger


Hier ein Bericht über die Teilnahme der 2. Mannschaft an dem »Mittel-Stand-Cup«
mit einem massenhaften Fussball-Metaphern-Transfer.

Die Aufstellung:     
        Daniel P
        Moritz
        Lennert
        Holger

Nachdem ich die Aufstellung beim Turnierleiter abgegeben hatte, musste ich mich fragen lassen, ob ich wirklich so schlecht spielen würde oder ob die Brettreihenfolge verbotenen taktischen Erwägungen geschuldet sei. Ich versicherte ihm, dass Lennert auch schon bei der HMM zu recht vor mir gespielt habe und die Jugend ja sowieso täglich besser würde. Einen Schach-Idioten-Test musste ich zum Glück nicht antreten. Ich war ja eh zufrieden mal den Libero – quasi den Kaiser – geben zu können.

In der ersten Runde begannen wir gegen die Mannschaft »Diagonale« defensiv, sicherten uns aber durch einen rustikalen Zangenangriff das Unentschieden. Brett 1 + 4 gewannen bei punktlosem Überbrücken unseres Mittelfeldes.  Mein Gegner bot mir zwei mal Remis an – oh je dachte ich, jetzt geht es schon wieder los -  wobei ich beim ersten mal nur erwidern konnte: »Ich weiß ja gar nicht, wie es bei den anderen aussieht«. Beim zweiten mal sagte ich dann gar nichts mehr.

Hätten wir gewusst, dass unsere 1. Mannschaft mit den genialen Einzelspielern später gegen »Diagonale« verlieren sollte, hätten wir natürlich hilfreich an Brett 2 und 3 den einen oder anderen Zusatzpunkt gemacht.

Nachdem wir bis Runde 4 entweder friedlich remisierten oder gar gewannen, konnten wir ab Runde 5 unsere Frühform nicht mehr halten. Das lag an der ungewohnten dünnen Hafenluft und am unbekannten Spielmaterial mit unerwarteten Flugeigenschaften.
 
Meine Partie in der letzten Runde gegen Peer war dadurch bestimmt, dass ich durch ungestüm/ungeschicktes Armfuchteln eine Figur auf den Boden schleuderte (unerwartete Flugeigenschaften eben), dachte aber,  es handele sich um ein am Tischrand abgestelltes, bereits geschlagenes Klötzchen und versuchte, meine Überlegungen nicht durch das Absuchen des Bodens stören zu lassen. Peer hat mich dann nach einer Weile gefragt, ob ich nicht meinen Turm auf a8 wieder hinstellen wolle. Da fragt sich, was ich eigentlich für tiefgründige Stellungsüberlegungen angestellt habe, bei denen es auf einen Turm mehr oder weniger gar nicht ankommt.

Im Nachhinein tut es mir leid, dass ich später – unmanierlicher Ehrgeiz -  kein Remis angeboten habe; das wäre ein  Ausgleich für diese faire Geste gewesen.  Die ausgleichende Gerechtigkeit kam dann aber durch Daniels verschossenen Elfmeter ins Spiel.
 
Da ich oft  viel zu viel damit zu tun hatte, über den Kampf zurück ins Spiel zu finden, kann ich über die Partien meiner Mitstreiter leider nichts Erhellendes sagen, und bei späteren Rückfragen gibt es ja nur zwei Typen:  den Blindspieler, der mehre Zugfolgen - denen ich nicht folgen kann - unter Angabe der genauen Notation runterrasselt oder den Spielertyp: kann mich an nichts erinnern und das ist wohl auch besser so.

So kann ich mich nur an Sonderbares bei meinem Sitznachbarn Lennert erinnern: In einer Partie stand sein König z.B. merkwürdig als einzige Spitze in der gegnerischen Stellung, aber was weiß ich schon. Auch konnte ich ihn dabei beobachten, wie er mit seinem Läufer zu einem Kamikazedribbling ansetzte bei dem dieser gegen zwei Bauern verloren gegangen wäre. Lennert aber griff statt dessen schnörkellos ohne Übersteiger einen Turm vehement an, der sich der Drohung nur dadurch entziehen konnte, das er den ungedeckten flinken Läufer  schlug.

Ein schönes Turnier mit sagenhafter mannschaftlicher Geschlossenheit die auch Daniels verschossenen Elfmeter locker verkraftete.

Hier die Einzelergebnisse:

Weisse Dame 2    Diagonale
2    BVB/Zoll
2½    Blanke.
3    Transit 1
2    Beiersd. 1
1    Rapid
1    WDH 3
   
Daniel Pfeiffer    1    0    1    0    0    0    0    2
Moritz             0    1    0    1    0    1    ½    3½
Lennert            0    ½    1    0    0    0    ½    2
Holger             1    1    1    1    1    0    1    6

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3. Mannschaft

Ein Bericht von Jochen


„Die Zukunft gehört der modern trainierten Schachjugend aus der Schule Mandelbaum“ - Ein Interview von Agobert Schlaumeyer mit Spielertrainer Jochen Malchau angesichts der sensationellen Platzierung der Mannschaft WD3

Durch einen Trick gelang Agobert Schlaumeyer hinter die Absperrung, welche die Hamburger Polizei spontan errichten musste, um die drei Mannschaften der Weissen Dame bei der Siegesfeier vor dem Ansturm der überwiegend weiblichen Fans zu schützen. Das Interview wurde exklusive in einem Fastfood- Restaurant geführt.

Agobert Schlaumeyer: Herr Malchau, normalerweise können Sie sich nach dem Turnier zumindest ansatzweise erinnern, was auf den anderen Brettern gespielt wurde. Warum heute dieser Totalausfall in Ihrer Erinnerung?
Jochen Malchau:    Nun, die Jugend, insbesondere bei der WD3, ist in den letzten 15 Jahren einfach schneller geworden. Sie spielt im Gewinnsinne präzisier und versteht auch den Chaos- Angriff durch Blättchenfall des Gegners zu vollenden, selbst, wenn man schon eine Dame im Rückstand ist. Da kann selbst ein geschulter Beobachter von der Seite nur noch mit modernen Schachprogrammen folgen.
A.S    Aber vor 25 Jahren sind Sie doch auch in die Jugendoberliga Nord aufgestiegen?
J.M    Das stimmt. Sie sind gut informiert über die Hamburger Schachgeschichte (breites Lächeln, 5 Minuten Kunstpause). Aber der Spielertrainer Maradonna/ Malchau hat heutzutage als Modell ausgedient. Wissen Sie, ein Mandelbaum-Trainer schult einen Till, Peer oder Denniz wöchentlich mit Taktik und Eröffnungstraining, sodass ein gewöhnlicher Hamburger Gegner gegen diese Jungen Wilden gar nicht mehr ins Mittelspiel kommt. Das ist Offensivschach vom Feinsten. Ein Malchau sollte sich da nie mehr auf den ersten Brettern aufstellen lassen
A.S    Sie meinen, durch das Schweizer System haben die 3 Jungen Wilden der WD3 Ihnen ständig starke Gegner beschert?
J.M    Richtig. Ihre Analyse ist bestechend. Ein Karpov, wissen Sie, schöpfte in den 80ern seine 15 Minuten bei Schnellpartien noch voll aus und auch Hamburger Amateure konnten auf Zeit spielen. Ein Carlsen versteht es heutzutage jedoch, durch moderne Taktik die ersten Tore gegen einen Hamburger Routinier schon in den ersten Minuten zu verwandeln.
A.S    Wird der Aufstieg der Generation Denniz/ Peer/ Till noch von anderen Hamburger Jugendmannschaften zu stoppen sein?
J.M    Eh. Ich glaube nicht. Sie spielen aus der Tiefe des Raumes des tiefen Wissens der Schachschule WDH. Sie sind mental äußerst stark. Beim Training in der Schachschule gibt es einen ausgeklügelten Ernährungsplan mit einer geheimen Abfolge von Pizza und Döner, die von der Spionage anderer Mannschaften noch nicht entschlüsselt werden konnte.
A.S    Sie meinen, da sind Nachwuchsspieler aus den Walddörfern, die auf Soja- Vollkornbasis ernährt werden im Nachteil?
J.M    Richtig. Das Gehirn ist bei Vollwertkost mit der Zerlegung der Ballaststoffe beschäftigt und kann sich nicht auf moderne Variantenarbeit konzentrieren. Zum Aufbau von Nervenstärke dürfen gerüchteweise beim Training auch Bauern geschmissen werden, allerdings nur, wenn die Öffentlichkeit vom Training ausgeschlossen ist.
A.S    Bauern?
J.M    Ja, gerüchteweise fliegen auch Damen beim Training. Da sieht man selbst alt aus, wenn man vor 25 Jahren in der Schellingstraße noch mit der Sanduhr geblitzt hat. Oder wir mussten damals blind blitzen, weil es damals nicht genug Geld für Schachbretter gab…
A.S    Herr Malchau, wir danken Ihnen für das Gespräch

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Der Fluch von Novgorod , ein nerviges Labyrinth und mehr

Ein Bericht von Jan

Weil bereits vor einem Jahr gewünscht, stand nun endlich der Ausflug in einen Vergnügungspark an. Nach langem Hin und Her mit Bahnfahrten und Gruppentarifen wurde schließlich von oberster Stelle beschlossen, den Hansapark anzufahren.

Wir schreiben Mittwoch, den 19. Mai 2010 um 7 Uhr, und alle 10 Vergnügungsparkfahrer sind pünktlich am Treffpunkt Reisezentrum. Alle? Nein! Daniel D., (wir nennen ihn hier D. Dräger aus Anonymitätsgründen) ist gerade aufgestanden und boykottiert somit erfolgreich die Abfahrt um kurz nach 7 Uhr. Das heißt eine Stunde warten… Aber wo ist eigentlich Till? Nach einem kurzen Telefonat stellte sich heraus, dass er urplötzlich doch keine Zeit hat, wo er gerade um 7 Uhr morgens an einem Ferientag aufgestanden ist.

Nun denn. Die Wartezeit bis zum Eintreffen von Daniel wurde sich im McDonalds von einer von Jan gesponsorten Runde Frühstück angenehm gemacht. (Der Schreiber war leider auch zu spät gekommen…).  Mittlerweile kurz vor Bahnabfahrt war immernoch kein Daniel in Sicht und so langsam mussten die Karten gekauft werden. René kaufte auf „Gut Glück“ eine Karte für Daniel mit und wir liefen zur Bahn, trafen unterwegs den verlorenen und leicht verwirrt anmutenden Daniel und erwischten so eben unsere Bahn um 8 Uhr irgendwas. Als wir endlich zwei anliegende, freie, 4er Plätze gefunden hatten, wurden die Mitfahrer gesichtet: Schreiber Jan, seine Schwester Maria, Mr. „Ich-bin-nicht-so-der Vergnügungspark-Typ“, Dennis, Stimmungskanone Deniz, seine Schwester Yasmeen, Anton „Nur-mit- PSP“ Schellin, Pausenclown Julius und der allseits bekannte Daniel Dräger. Nur schnell noch Handynummern für den Fall der Fälle ausgetauscht, flink in Lübeck umgestiegen und Sudoku gelöst, und schon waren wir nach knapp 2 Stunden Fahrt in Sierksdorf, einem eingleisigen Bahnstieg mitten im Nirgendwo. Kurz vor dem Eingang wurden noch die drei restlichen Tickets des Gruppentickets an eine andere Familie verkauft und es konnte losgehen. Noch schnell ein Foto und dann auf zur ersten Achterbahn. Dabei sei gesagt, dass der Weg dahin ziemlich tricky ist… Wir durften danach sogar einmal ausnahmsweise sitzenbleiben und eine zweite Runde drehen!

Nach den Aufwärmrunden ging es dann zum wirklichen Kracher des Parks, dem sogenannten „Fluch von Novgorod“, einer wirklich geilen Achterbahn mit angeblich einer Beschleunigung von 0 auf 100 in unter 2 Sekunden. Wenn man sie das erste Mal fährt ist man wirklich überrascht und man hat Spaß. Das werden sicherlich alle Leute von uns bestätigen können. Nach der Achterbahnfahrt darf man sogar noch durch ein kleines, nerviges Labyrinth gehen, dessen Sinn sich mir nicht erschlossen hat. Letztendlich kommt man, wenn man den Ausgang findet, in einen Shop, wo man Fanartikel oder Bilder der Fahrt von einem erwerben kann. Zwei Fotos von uns gibt es, sehr sehenswert… Anschließend folgten diverse kleinere Fahrgeschäfte mit unmotivierten Mitarbeitern und kurzen Fahrten. Beispielsweise bei dem Fallturm: Nachdem man einmal hochgefahren ist, wird man einmal runtergelassen, und das wars dann.

Zwischendrin testeten wir dann auch die Wasserrutsche und man muss sagen, es geht besser, aber dazu später mehr. Als nächstes kam eine kleine Pause, denn das Wetter war mittlerweile entgegen der Ansage unglaublich gut, der Park aber dafür erstaunlich leer. Ein großes Plus! Dann wurde eine Wildwasser Rafting Bahn getestet, bei der man in runden Schlauchbooten sitzt. Am Ende der Fahrt entschied sich unser notorischer zu spät Kommer, sein bisheriges Essen laut Aussage von René „rückwärts zu essen“.

Dies führte uns zu der Idee, eine Pause einzulegen und mal ordentlich was, auf normalem Wege, zu essen, nachdem wir noch kurz die Autoskooter ausgetestet haben, die fälschlicherweise von René als Flugsimulator gehalten wurden.

Frisch gestärkt ging es dann zu einer Kabarett-Aufführung mit etwas Tanzeinlage und einigen Asiaten, die erstaunlich artistisch begabt waren. Das nächste Ziel war die angesprochene zweite Wasserbahn, die ihren Namen wirklich verdient hat. Und selbst Yasmeens schlaue Taktik, beim zweiten Durchgang hinten zu sitzen, denn beim ersten hat sie vorne viel Wasser abbekommen, schlug leider fehl, so dass sie schön durchnässt war. Dann zu einer Show, bei dem jemand unter Applaus andere Menschen auf der Bühne beklaut hat. Sehenswert, auch wenn keiner von uns sich beklauen lassen durfte.

Direkt danach stand einer der wohl anstrengendsten Dinge an diesem Tag an: Der Freikletterparkour. Erstaunlich dabei war, dass grade die jüngeren wie Julius und Yasmeen mit einer Leichtigkeit durch den wirklich anstrengenden Parkour durchgekommen sind, während Jan und René und auch Deniz so ihre Schwierigkeiten mit dem Gleichgewicht hatten. Danach war dann auch der Großteil der Zeit schon rumgebracht und wir setzten und noch ein letztes Mal in die Achterbahn und marschierten dann Richtung Ausgang und fuhren den gleichen Weg zurück, den wir auch gekommen waren. Die Stimmung war schon leicht erschöpft, aber alle waren sich einig, dass das ein gelungener Ausflug war und bald noch weitere zu allen möglichen Zielen folgen sollen.