Schachklub

Weisse Dame Hamburg

von 2002 e.V.



Zurück zur Hauptseite
 

Alle Ergebnisse der Weisse Dame Vergleichskämpfe
 

Interview mit René

Berichte von Teilnehmern

  Annas Bericht

  Daniels Bericht

  Beitrag von Peter 
  Raedisch

  Philosophisches 
  Duett

  Noras Bericht
 
 



 
 

 
Weisse-Dame-Vergleichskämpfe 
Extra zum zehnten Vergleichskampf
am 18./19. Juni 05
 
 

Interview mit dem Turnierleiter


Redaktion: Wie hat es eigentlich mit den Vergleichskämpfen angefangen? 

René: Oje, die Frage ist gemein, da muss ich erst etwas zurückdenken... hmm ... es begann eigentlich als fixe Idee, die Friedrich Habicht und ich auf einmal hatten. Wie das genau war, weiß ich schon gar nicht mehr so genau, damals, 2002, hatte sich unser Verein gerade erst gegründet, Friedrich war damals Geschäftsführer im Hamburger Schachverband und ich klagte wohl, dass unsere Jugendlichen mehr Spielpraxis brauchen. Irgendwie kamen wir dann auf den Dreh, dass wir doch einfach alle Mitglieder von Weisse Dame gegen eine Auswahl, die er zusammenstellt - Friedrich hatte gute Kontakte zum NTSV und zu den Schachfreunden, sowie seinem selbst gerade neu gegründeten Verein Lohbrügge – antreten lassen. 

Redaktion: Und wie lief der erste Vergleichskampf?

René: Aus unserer Sicht gruselig, in der ersten Runde konnten wir in elf Partien gerade einen halben Punkt einsammeln. Auch in den weiteren Runden lief es nicht besonders gut, am Ende waren mehrere Spieler von uns ohne einen Erfolg. Dies war sicherlich darauf zurückzuführen, dass unsere Spieler damals einfach noch schwach waren, unser Verein war gerade fünf Monate alt, wie sollten die Kinder da gegen Gegner bestehen, die fast alle über DWZ 1500 hatten? Nur Dorothea, Dustin und ich, die alle einige Partien mitspielten, konnten den Gästen das Wasser reichen.

Redaktion: Nicht gerade sehr ermutigend, wie ging es weiter?

René: Schon einen Monat später haben wir den 2.Vergleichskampf durchgezogen, aus den Fehlern haben wir gelernt, dieses Mal haben wir bei der Auswahl der Gegner etwas besser darauf geachtet, dass nicht mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird. Aber auch sonst hatte ich einige nützliche Erfahrungen gemacht, die nun langsam umgesetzt wurden, z.B. die Verpflegung, beim ersten Vergleichskampf gab es nur Brötchen! Wenn man sich das aktuelle Programm anschaut undenkbar, inzwischen gibt es Kuchen, heiße Tassen, Pommes, Ravioli, Kaffe, Getränke(!), inzwischen habe ich eine Liste, was in der Metro zu holen ist, das läuft viel besser. Besonders das Aufräumen hat sich ziemlich verändert, beim ersten Vergleichskampf hatten Dorothea und ich alleine alles aufgeräumt, was ungefähr zwei Stunden dauerte. Das machen natürlich nun unsere Teilnehmer selbst, auch wenn ich dafür gelegentlich angemault werde.

Redaktion: Was waren denn die nächsten Entwicklungsschritte der Vergleichskämpfe?

René: Beim 3.Vergleichskampf hatte Wolfgang Pajeken, der Hamburger Jugendkader-Trainer, vorher angefragt, ob zwei seiner Schützlinge, Malte Colpe und Milana Smolkina, teilnehmen können. Das hat sich dann gesteigert, inzwischen nehmen regelmäßig Spieler des Hamburger Jugendkaders teil. Der amtierende Deutsche Jugendmeister U14, Niclas Huschenbeth, nahm beim 4.Vergleichskampf teil, im September 2003. Gegen Peter Raedisch kam er dabei böse unter die Räder. 

Redaktion: Peter Raedisch, der Name taucht doch häufiger in den Teilnehmerlisten auf, gibt es sogenannte „Stammkunden“?

René: Ja, das kann man wohl sagen. Inzwischen habe ich eine Kartei von Spielern, die regelmäßig zu Gast sind, eigentlich gibt es inzwischen nur noch wenige Debütanten, was eigentlich schade ist. 

Redaktion: Wie läuft denn die Organisation der Gegner?

René: Beim 5.Vergleichskampf konnte Friedrich Habicht sich nicht um die Zusammenstellung der Gegner kümmern, so musste ich mir neue Wege überlegen. Hier muss man wohl einfach Glück haben, ich hatte mit vielen Schachwarten anderer Vereine telefoniert, auch viele Mannschaftsführer aus dem blauen Heft habe ich angerufen, viele beantworten meine Anfrage mit einem Pauschalen „Meine Spieler haben bestimmt keine Zeit/Lust“, manche meinten, sie könnten die Einladung ja mal aushängen, aber das brachte selten Erfolg. Die persönliche Ansprache hilft mehr. So bin ich nach Altona gefahren und dort hatte ich Glück, drei Spieler kommen immer wieder, Fritz Möller ist inzwischen ein richtiger Multiplikator geworden, er wirbt unter Betriebsschachspielern und bringt auch mal neue Leute mit. Ein weiterer Glücksfall war, dass Karl-Heinz Ryll uns einen „Kollegen“ aus dem Hammer Park mitbrachte, Jan Steinbrügger, damals vereinslos, fand es bei uns so gut, dass er spontan bei uns eintrat! Der nächste Glückstreffer war Willi Rühr, der beim HSK eine Seniorentrainingsgruppe leitet und dort die Werbetrommel rührte (tolles Wortspiel, oder?). André Bigalke wiederum ist als Lehrer der Ida-Ehre Gesamtschule, die mit uns zusammenarbeitet und Mitglied des Barmbeker Schachklubs der nächste Werbeträger, der uns weitere Gegner brachte. 

Redaktion: Was war denn der bisher größte Vergleichskampf?

René: Beim 7.Vergleichskampf waren insgesamt 40 Spieler dabei, außerdem spielten Niclas Huschenbeth und Hartmut Porth parallel einen Zweikampf mit Elo-Wertung. 

Redaktion: Dann ist Hartmut Porth, Landestrainer aus Schleswig-Holstein und bekannter Turnierleiter also der stärkste Teilnehmer, der bisher dabei war?

René: Nein, bei jenem 7.Vergleichkampf war FM Hauke Reddmann mit dabei.

Redaktion: Und, hat er alle Partien gewonnen?

René: Ja, aber er stand einmal auf Verlust, gegen Frank Bracker. 

Redaktion: Wie ist denn der Ablauf, wenn Du einen Vergleichkampf ausrichtest?

René: Ja gut, zuerst muss ein Termin gefunden werden, der möglichst keine Überschneidungen mit anderen Veranstaltungen bedeutet, was nicht so leicht ist, schließlich müssen Ferien, Jugend- und Erwachsenenschnellturniere, Verbandsturniere, Termine anderer Vereine und vieles mehr berücksichtigt werden. Wenn das geklärt ist, schicke ich an meinen Verteiler die Einladungen, außerdem bekommen unsere Mitglieder die Einladungen. Einige Gegner und einige Teilnehmer melden sich schnell an, dann kann ich schon gut erste Tendenzen absehen, muss ich noch einige stärkere Gegner besorgen, fehlen noch schwächere Gegner,..., am Ende sitze ich doch wieder am Telefon und klingele wie blöd durch die Gegend. Wenn mir dann hoffnungsvolle Spieler von Weisse Dame dann sagen, dass sie nicht mitspielen, weil sie auf eine Party gehen oder Eltern dementieren, den Termin überhaupt gekannt zu haben (steht ca. drei Monate vorher in der Vereinszeitung!!) und genau auf das Wochenende einen Besuch bei Oma gelegt haben, bin ich manchmal schon sehr gefrustet, aber es gibt ja auch positive Resonanz, z.B. sind die Schleswig-Holsteiner Kaderspieler, die Hartmut Porth vermittelt, immer total dankbar und begeistert, gegen fünf gute Gegner spielen zu können. Auch gab es schon eine Anfrage aus Hannover, allerdings waren wir da gerade voll. Es ist schön, dass andere Vereine diese Turnierform mehr zu schätzen wissen, die Spieler von Weisse Dame sind wohl etwas verwöhnt. 

Redaktion: Was ist denn genau das einigartige an den Vergleichskämpfen? 

René: Bei normalen Schweizer System Turnieren ist es gewöhnlich so, dass man in der ersten Runde einen Gegner bekommt, der viel zu stark ist, dann bekommt man einen Anfänger, dann wieder einen zu starken. Eigentlich bekommt man nur in den letzen Runden die „passenden“ Gegner serviert. Bei den Vergleichskämpfen gibt es (möglichst) in jeder Runde einen Gegner, gegen den man eine spannende Partie spielen kann. Meine Zielvorstellung ist es, dass die Jugendlichen 2/5 machen, die Erwachsenen 3/5. 

Redaktion: Und was haben die Erwachsenen davon? 

René: Na ja, zum Beispiel zahlen sie kein Startgeld, wenn man als Erwachsener nicht richtig gut ist (so ab 2300) ist es sehr schwer, bei einem Turnier etwas zu gewinnen. Trotzdem muss man tief in die Tasche greifen, um mitspielen zu können, das Hamburger Schachfestival kostet 80 Euro Startgeld, doch den großen Teil vom Preisfond machen die Profis unter sich aus. Auch ist die Atmosphäre sehr nett, es ist sicherlich auch spannend, die Entwicklung der Jugendlichen mitzuverfolgen. Noch hat man die Chance, zukünftige Deutsche Meister zu schlagen! Wichtig ist ja sowieso die Begegnung der Generationen, ich denke, das ist für beide Seiten spannend. Das folgende Bild sagt mehr als viele Worte:






Redaktion: Ja, das zeigt sicherlich die gute Atmosphäre. Und warum spielen Leute mit 1800 noch mit?

René: Sie spielen ja gegen gute Gegner, es ergeben sich spannende Partien. Die jungen Leute haben zwar oft eine DWZ, die nicht die wahre Spielstärke wiederspiegelt und gewinnen bei den Vergleichskämpfen einige Punkte dazu, aber jeder, der Ahnung hat, weiß, dass es nichts ausmacht, einige DWZ-Punkte zu verlieren, viel wichtiger ist doch, dass man Spielstärke aufbaut, wenn man dann viel spielt, kommt die Zahl von ganz alleine. Ich kann die Leute nicht verstehen, die sich über diese Zahl definieren, diese Zahl ist eigentlich erst wichtig, wenn man Profi ist und nach seinem Marktwert bezahlt wird, dass beginnt vielleicht ab 2500. Wer sagt, „nee, gegen Kinder sind so gut, da verliere ich meine schöne Zahl“, gibt damit ja eigentlich zu, dass er seine Zahl überhaupt nicht wert ist, er möchte sie aber künstlich hoch halten. 

Redaktion: Gut, letzte Frage, wann ist denn der nächste Kampf geplant?

René: Ähh, hmm, jetzt sind ja erst mal Sommerferien, vielleicht am Wochenende 17.+18.September, das Wochenende danach ist doof, da bin ich auf einem Ball, danach sind schon wieder Herbstferien, mal prüfen, ob da irgendwelche andere Termine sind...

Berichte von Teilnehmern

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Zum 10. Weisse Dame Vergleichskampf

 Am 18. und 19. Juni findet nun der schon zehnte(!) Weisse Dame Vergleichskampf statt und zu diesem Anlass wurde ich neben zahlreichen anderen „Stammspielern“ gebeten, etwas dazu zu schreiben. Erst mal für alle, die (noch) nicht wissen was denn ein WDH-Vergleichskampf ist:

 Auf der Heimseite spielen circa 15 junge Spieler von unserem und anderen Vereinen gegen größtenteils ältere und erfahrenere Gegner. Der große Vorteil dieser Veranstaltung ist, dass jedem die Gegner zugeteilt werden, durch die wir den größten Trainingseffekt erhalten sollen. Was bedeutet, dass die Gegner einen Tick besser aber doch noch zu schlagen sind. Und dieses Konzept geht auch auf wie meine persönliche Entwicklung ziemlich gut zeigt:

 Mein erster Vergleichskampf war der schlimmste - ich habe alle vier Partien verloren. Meine Gegner waren damals Helmut Gloe(1333), Uwe Kreuzer(1341), Friedrich Habicht(1417) und Vitalij Laber(1446). Man sollte dabei aber bedenken, dass ich da noch keine DWZ hatte, also schlecht war. Und solche Gegner sind da wohl nicht angemessen. René lernte aus seinen Fehlern und lud noch etwas schwächere Gegner ein, im zweiten Vergleichkampf konnte ich einen halben Punkt gegen Helga Brümmer erspielen, die mich leider bei der Revanche am darauffolgenden Tag wieder besiegte. Trotz dessen erwarb ich meine erste -und peinliche- DWZ von 691. Heute muss ich zugeben, dass ich auch nicht besser als diese Zahl gespielt habe. Aus welchen Gründen auch immer spielte ich erst wieder beim 5. Vergleichskampf mit und es gelang mir inzwischen gegen Annemarie Bockhold und Helga Ramm zu gewinnen und meine nächste DWZ betrug bereits 928. Immer noch nicht so toll aber es geht in kleinen Happen immer nach oben.

Beim nächsten Vergleichskampf mache ich Wladislaw Frish frisch, der übrigens 1450 hatte, den Rest verlor ich und kam somit auf eine Zahl von 1140. Der siebte Vergleichskampf ist sozusagen der Durchbruch: Der bis jetzt unbefleckte Fritz Möller gibt genau so wie Ernst Vilim einen ganzen Punkt bei mir ab, Herbert Becker lässt sich nur auf ein Remis ein. Der nächste DWZ-Stopp liegt bei 1181-kein großer Sprung aber der Anlauf zu einem. Der 8. war der beste Kampf: ich schaffte ein legendäres 4 aus 4 gegen Herbert Becker(1342), Christian Riehn(1488), Eckard Sakuth(1610) und Fritz Möller(1462)! Dieser Erfolg brachte auch einen ziemlichen DWZ-Schub mit sich: meine Zahl betrug nun 1571! Auch der Neunte verlief ziemlich gut: ich machte 4 aus 5 und gab dabei den einen Punkt an Fritz Möller ab - in einer gewonnenen Stellung. Dennoch erreichte ich eine Zahl von 1520 - zwar weniger als beim letzten Kampf, jedoch habe ich zwischendurch einiges abgeben müssen, so dass dies wieder mal eine positive Entwicklung aufweist.

Das ganze Turnier findet in einer äußerst gemütlichen und netten Atmosphäre statt. Nätürlich gibt es weniger lustige Seiten wie das Aufbauen doch das gehört halt einfach dazu. Am Ende kriegt jeder einen Sachpreis, die Gegner eine kleine Aufmerksamkeit und wahlweise einen feuchten Händedruck. Ich persönlich kann nur sagen, dass es die wirkungsvollsten Turniere sind, die ich gespielt habe. Das Startgeld ist angemessen und das Ambiente ist sehr angenehm. Ich empfehle jedem, an einem Vergleichskampf teilzunehmen, soweit die Möglichkeit besteht, aufgrund der oben genannten Vorteile. Zu guter Letzt möchte ich ein Lob an René aussprechen, der meiner Meinung nach sogar fast zu viel Engagement für dieses Projekt aufgebracht hat. Und dank dieser Bemühungen werden sich auch dieses Wochenende etliche Leute treffen, um an einem Schachturnier etwas anderer Art teilzunehmen.

Anna Dobrusina

Daniels Weisse-Dame-Vergleichskämpfe 
 

Seit ich acht bin, spiele ich bei Vergleichskämpfen mit. Das macht mir immer viel Spaß, weil es - vor allem in den Pausen - recht lustig werden kann. Vergleichskämpfe? Da fällt mir einiges Schöne ein - zum Beispiel: Viele Leute sehen, mit denen ich Schach spielen kann, mit den netten älteren Damen, gegen die ich am Anfang noch verloren habe, analysieren, DWZ-Auswertungen angucken, Ball spielen, Pommes und Ravioli essen  - und das Beste: Mit Maik auf dem Schulhof Friteusen-Fett verbrennen. 

Insgesamt habe ich sieben mal mitgespielt - ganz am Anfang habe ich noch gegen Helga Brümmer verloren. Nach meinem ersten Vergleichskampf vor zwei Jahren hatte 834 DWZ.

In meinem zweiten Schachjahr 2004 bekam ich stärkere Gegner wie zum Beispiel beim 
sechsten Vergleichskampf Peter Harms, Herbert Becker oder  Wladislaw Frish, gegen die ich verlor. Gegen Eckhard Sakuth schaffte ich ein Remis.

Beim siebten Vergleichskampf konnte ich gegen Ernst Vilim und Helmut Gloe gewinnen, verlor aber noch gegen Willi Hädrich und Frederic Lamarre. Der achte lief leider nicht so gut für mich. Ich verlor gegen Fritz Möller, Christian Rien, Ernst Vilim, Willi Hädrich und schaffte nur gegen Helmut Gloe ein Remis: Grummel! Erst beim neunten konnte ich mich wieder steigern, gegen Willi Hädrich gewinnen und gegen Frederic Lamarre Remis spielen. 

Insgesamt habe ich bei den meisten Kämpfen DWZ gewonnen - so zwischen 15 und 100 :o) Bei dem dummen achten habe ich leider einige verloren :o( 

Zum Vergleichskampf-Jubiläum gratuliere ich Weisse Dame und danke (Achtung, dieser Witz ist jetzt Achim gewidmet) René und ganz besonders meinen Vereinstrainer und vor allem unserem ersten Vorsitzenden. 

Daniel Pfeiffer

Beitrag von Peter Raedisch

Lieber René!

Herzlichen Glückwunsch zum 10.Weisse Dame Vergleichskampf. Vielen Dank für deine Arbeit, Turnierleitung, für die du immer wieder bereit bist. Ich bin immer gerne dabei, am 18.-19.Juni zum neunten Mal, mir gefällt die verkürzte Spielzeit besonders gut, sowie die Zusammensetzung der Spielpaarungen und die Ganze Stimmung ist immer hervorragend!
Ich wünsche Dir noch viele schöne Vergleichskämpfe!
Viele Grüße

Peter Raedisch

Philosophisches Duett 

Herr Frédéric Lamarre und Herr Fritz Möller haben sich Gedanken darüber gemacht, wofür das eigentlich gut ist, dass sie bei der "Weissen Dame" an Vergleichskämpfen teilnehmen! 

Sie sind nach vielen langen Diskussionen über "Schach" Theorie, Taktik, Philosophie, ja und sogar Menschlichkeit zu einem sagenhaften Ergebnis gekommen!! 

Fréderic: Sag´mal, Fritz, was genau ist eigentlich so doll an diesen Vergleichskämpfen? 
Fritz: Das kann ich Dir ganz genau sagen, hier habe ich ganz viel gelernt und habe Dich deshalb animiert mitzumachen, damit auch Du die Möglichkeit hast, dazu zu lernen! 
Frédéric: Was, wie...Schach(schachlich) oder was? 
Fritz: Ja, schachlich natürlich auch, aber was mich am meisten dabei begeistert das ist das SOZIALE!!! 
Frédéric: Da geb´ ich Dir Recht; wie der René die Truppe organisiert und zusammenhält ist schon bewundernswert! 
Fritz: Und wie die gehorsam alles aufbauen und hinterher wieder abbauen und überhaupt so gut zusammenhalten. 
Frédéric: ...und der Tisch mit Brötchen, Aufschnitt und den vielen Getränken. 
Fritz: Und die ganzen Bonbons... 
Frédéric: Aber der offene Umgang mit der Kasse und dem Bezahlen, Du, das ist doch gerade das SOZIALE!! 
Fritz: Ja, weißt Du, in diesem Zusammenhang kann ich Dir ganz ehrlich sagen, dass es mich kaum noch aufregt, wenn ich von Anna, Daniel, Beini und Co. welche übergebraten bekomme. 
Frédéric: Du willst Doch aber gewinnen, oder etwa nicht? 
Fritz: Logo, will ich gewinnen, aber wenn sie mich nicht lassen, muss ich doch wenigstens ein guter Verlierer sein. 
Frédéric: Was mir imponiert ist das kreative und spontane Spiel der Kleinen, dabei wird mir nie langweilig, selbst wenn ich nur Zuschauer bin. 
Fritz: Das ist es doch! Das ist hier der Mittelpunkt der Menschlichkeit! 
Frédéric: Nicht, was die Wissenschaftler sagen, von wegen Sonne sei der Mittelpunkt unseres Planetensystems. 
Fritz: Genau. Du hast es endlich begriffen! 
Frédéric: Also, ein Hoch auf den Schachklub "Weisse Dame"!!!

Frédéric Lamarre & Fritz Möller






Was ich an Vergleichskämpfen so toll finde!
 

Es ist eigentlich ganz einfach. Das tolle an Vergleichskämpfen ist, dass es um nichts geht. Versteht mich jetzt nicht falsch, es geht natürlich um etwas, aber eben nicht so, wie bei anderen Turnieren.

Also, bei normalen Turnieren zahlt man eine festgelegte Summe Startgeld und alle kämpfen verbissen um den Sieg. Die Auslosung verläuft nicht selten völlig willkürlich (Keine objektive Sicht, ich weiß). Und am Ende bekommt man gar nichts von seinem Startgeld zurück, oder nur irgendein Plüschtier. Und zu allem Überfluss muss man sich auch noch Sorgen um seine DWZ machen, denn die Bedingungen sind immer derartig schlecht, dass man niemals so gut spielt, wie man eigentlich könnte. (warum nur mir das passiert und nicht meinem Gegner ist mir schleierhaft.) Das alles ist bei den Vergleichskämpfen anders!

Man bezahlt zwar auch Startgeld, aber man kann sicher sein, dass man etwas gleichwertiges, oder sogar wertvolleres zurück bekommt. Es ist nun nicht so, dass ich nur auf meinen Gewinn erpicht bin, aber wer möchte schon für gar nichts etwas bezahlen!? (aus diesem Grund wird man auch nie Teile des Weltalls verkaufen, da ist ja noch nicht mal Luft, haha) 
Zurück zum Thema. Auch die Auslosung ist wohl überdacht, man spielt immer gegen Gegner, die nominell stärker sind, die man aber, wenn man sich anstrengt, schlagen kann. Und eigentlich gewinnt man auch immer DWZ, es sei denn man stellt sich ganz dumm an. Aber wenn wir DWZ gewinnen, müsste doch auch jemand was verlieren, oder? 

Dazu sind ja die Gäste da. Es ist zwar immer wieder ein grässliches Gefühl, wenn man weiß, dass man den liebenswerten Gästen wieder ein paar Punkte abgeknöpft hat, aber insgeheim freut man sich ja doch!(ich glaube das haben sich die Gäste auch schon gedacht)

Es herrscht immer eine freudige Atmosphäre. Essen und Trinken gibt’s im Überfluss und an komischen Situationen oder Gesprächspartnern herrscht kein Mangel. Einmal zum Beispiel wunderte sich Herr Doktor Friedrich Becker-Bertau, dass sein ganzer Name, samt Titel, auf das Namensschild passte. Dann sagte er verwundert: “Oh, die Computer scheinen länger geworden zu sein.“ 

So das war mein Bericht über die Vergleichskämpfe und wehe ich habe als einzige was geschrieben, dann....

Nora Herbold

Nach oben