Schachklub Weisse Dame Hamburg von 2002 e.V.




Abschlussbericht Mannschaftskämpfe

Rene Mandelbaum | 28.06.2026 | #187
Die 1. Mannschaft spielt nun seit zehn Jahren in der Landesliga, der höchsten Hamburger Liga im Erwachsenenbereich. In dieser Liga gehen die Wettkämpfe traditionell meist sehr knapp aus. Wir erwischten eine gute Saison und landeten auf Platz 3. Mit ein paar glücklichen Fügungen mehr, wäre eine bessere Platzierung möglich gewesen, aber man hätte sicherlich auch schlechter abschneiden können. Georg, René, Lars und Christian spielten jeden Wettkampf mit. Sebastian spielte immer, wenn man ihn brauchte, sonst half er in der Stadtliga aus.

Die 2. Mannschaft konnte erneut sehr knapp den Klassenerhalt in der Stadtliga schaffen. In einigen Wettkämpfen hatten wir dabei eher etwas Glück, wenn man ehrlich ist. David S und Deniz spielten immer mit, Tom immer dann, wenn er nicht durch einen Einsatz in der 1. Mannschaft gesperrt war.

Die 3. Mannschaft konnte den Klassenerhalt in der Bezirksliga sehr locker schaffen, obwohl das Team nach DWZ-Schnitt nur auf Platz 8 gesetzt war. Marvin und Valentin haben alle Partien gespielt, Dustin hat das Spitzenbrett sehr erfolgreich verwaltet, die Ersatzspieler haben extrem gut gepunktet.

Die 4. Mannschaft ist 2025 in die Kreisliga aufgestiegen. Kapitän Henryk hatte als Saisonziel den Durchmarsch in die Bezirksliga ausgerufen, Daueroptimist Ben hat sich ausgerechnet, wie viele Aufstiege noch bis zur Bundesliga nötig sind. Nachdem die ersten beiden Wettkämpfe gegen ähnlich junge und starke Teams knapp mit 4,5:3,5 gewonnen wurden, wurde der Rest sehr hoch gewonnen. Leider konnte Blankenese zum Spiel um Platz 1 nicht vollständig antreten und verzichtete mit nur vier einsatzbereiten Spielern gleich ganz auf den Wettkampf. Schade, wir hätten gerne gespielt. Aufgestiegen wäre das Team aber in jedem Fall, selbst bei einer Niederlage. Ben, Henry und Mio haben immer gespielt.

Unsere 5. Mannschaft spielte in der Basisklasse A. In dieser Liga dürfen nur Spieler bis zu einer DWZ von 1350 eingesetzt werden, es ist also eine Einsteigerliga. Leopold, Justus, Bernhard und Joshua haben einfach jeden Wettkampf mitgespielt. So soll es sein. Das Team landete auf Platz 3, was in Ordnung geht.

Unsere 6. Mannschaft spielte in der Parallelstaffel, der Basisklasse B und landete ebenfalls auf dem 3. Platz, was ebenfalls völlig ordentlich ist. Keno und Tom standen bei jedem Wettkampf zur Verfügung.



Abschlussbericht Jugendligen

Rene Mandelbaum | 28.06.2026 | #186
Für alle Spieler U20 gibt es die Möglichkeit, an Jugendligen teilzunehmen. Spieler U12 dürfen zusätzlich zu ihren U12 Ligen auch noch in der U20 Liga mitspielen. Das mag bei Sportarten wie Boxen vielleicht etwas seltsam anmuten, wenn 19jährige gegen 8jährige antreten, im Schach ist das zum Glück nicht so ein großes Problem.

Unsere 1. Jugend durfte in der höchsten Spielklasse, der Jugendbundesliga spielen. Es gelang uns selten, in Bestbesetzung anzutreten. Die Termine standen seit August 25 fest und waren allen Spielern bekannt. Doch einen Terminkalender zu führen und ggf. Dinge wie Saufen oder Lernen gezielt so zu legen, dass man sich sieben Termine freihällt, gelang unseren Studenten und Abiturienten nicht immer. Der negative Höhepunkt war, dass nur vier statt sechs Spieler zum Auswärtsspiel nach Kiel gefahren sind. Das kostet ordentlich Strafgeld an den Verband. Nur Henry gelang es, alle sieben Spiele mitzumachen. Trotz individuellen Erfolgserlebnissen landete das Team auf einem Abstiegsplatz und muss in die Relegation.

Unsere 2. Jugend ist eher etwas ungeplant in die Landesliga aufgestiegen. Die Spieler:in wurden gefragt, ob sie dort spielen wollen, denn die Gegner sind dort recht stark. Die Spieler:in wollten die Herausforderung annehmen. Leider fiel vielen im Laufe der Saison auf, dass Verlieren nicht so viele Spaß macht, dass man genau sonntags immer fürs Abitur lernen muss, dass man einfach mal so keine Lust hat usw. Dadurch fehlten ständig Spieler und der Mannschaftsführer musste ständig Ersatz suchen, was nervig ist. Zumindest Mio hat immer gespielt, wenn er nicht zeitgleich in der Jugendbundesliga aushelfen musste. Aber so endete das Abendteuer Landesliga mit dem Abstieg in die Stadtliga, was vielleicht auch ganz gut ist.

Unsere 3. Jugend spielte in der Bezirksliga, der 4. Liga. Ein Auswärtsspiel unter der Woche bei Königsspringer führte zu unzähligen Absagen, extrem ersatzgeschwächt (aber immerhin vollständig) kamen wir ordentlich unter die Räder. Alle anderen Wettkämpfe wurden allerdings gewonnen, daher gewann das Team die Liga. Auf den Aufstieg wird das Team aber voraussichtlich verzichten, da wir im nächsten Jahr nur ein Team in der Stadtliga haben wollen, da man sonst Probleme mit Ersatzspielern bekommt. Matteo und Lukas haben jeden Wettkampf gespielt.

Unsere 4. Jugend spielte in der 5. Liga, der Kreisliga Nord-Ost. Drei Wettkämpfe wurden denkbar knapp mit 3,5:2,5 gewonnen, ein Wettkampf wurde hoch gewonnen. Der letzte Wettkampf an einem Dienstag in Sasel war aus Mannschaftsführersicht die Hölle. Es gab mehr als zehn Absagen, eine davon am Vormittag des Wettkampfs, eine eineinhalb Stunden vor Anpfiff. Dass wir trotzdem noch zu fünft waren, war bereits ein mittleres Wunder. Es wurde dann aber knapp verloren. Trotzdem reichte das für Platz 1, auch wenn wir den Aufstieg bestimmt nicht annehmen wollen. Keiner der Spieler hat mehr als drei von den fünf Wettkämpfen mitgespielt. Schade, eigentlich sollten in dieser Mannschaft unsere etwas schwächeren Ü12 Spieler die Chance bekommen, auf Einsteigerlevel Wettkämpfe zu spielen.

Unsere 5. Jugend spielte in der Parallelstaffel, der Kreisliga Süd. Das Team gewann einen Wettkampf, verlor einen Wettkampf und spielte zwei Mal unentschieden. Vicco nutze die Chance, an allen Wettkämpfen teilzunehmen und viel Erfahrung zu sammeln.



Abschlussbericht U12 Basisklassen

Rene Mandelbaum | 28.06.2026 | #185
Für U12 Jugendliche gibt es zwischen März und Juni die Basisklassen, eingeteilt nach Spielstärke in eine A-, B- und C-Liga. Gespielt wird an acht Brettern. Wir hatten in jeder Liga ein Team gemeldet.

Das Team in der A-Staffel landete bei vier Teams auf Platz 3. Das ging soweit in Ordnung. Immer gespielt haben Matteo, Lukas und Joshi.

Das Team in der B-Staffel konnte alle Wettkämpfe gewinnen und landete auf Platz 1. Großes Lob an die Spieler (Anneke, Gavrilo, Janus, Henri, Leonidas, Julius, Ben, Emil) und Eltern. Alle acht Spieler standen bei jedem der vier Wettkämpfe zur Verfügung. So soll es sein und möglichst auch bleiben.

Das Team in der C-Staffel sollte aus Toms Trainingsgruppe gebildet werden. Manchmal fielen Spieler sehr kurzfristig aus, das konnte zwar durch viel Improvisation kompensiert werden, ist aber für den Mannschaftsführer sehr nervig. Luk, Noah und Yuno haben aber alle Wettkämpfe mitgespielt. Das sehr junge Team konnte drei Wettkämpfe gewinnen und hat zwei Mal verloren. Das ergibt Platz 3 von sechs Teams.



3 Wettkämpfe - 3 Siege

| 25.01.2026 | #184
Am Freitag, den 23.1. hatten gleich drei unserer Teams Heimspiele. Den Auftakt machte dabei unsere 3.Jugend gegen den SKJE. Obwohl es "nur" die Jugendbezirksliga war, die vierthöchste Jugendliga, wurden auf beiden Seiten relativ starke und routinierte Spieler eingesetzt, die bereits Teilnehmer an Hamburger Einzelmeisterschaften waren. So entwickelte sich ein spannender Wettkampf auf Augenhöhe.

Arthur hatte Eröffnungsprobleme und musste sich geschlagen geben. Leopold und Matteo konnten uns dann in Führung bringen. Nach zwei Stunden konnte Tom dann seinen Materialvorteil verwerten. Lukas hatte lange einen Mehrbauern im Turmendspiel, musste dann aber den Punkt teilen. Etwas glücklich gewann Tobias seine leicht schlechtere Stellung, da sein Gegner in Zeitnot den Faden verlor. So konnten wir 4,5:1,5 gewinnen.

Der erste Wettkampf der 5.Herren (unser Team hat ein Durchschnittsalter unter 15 und das auch nur dank "Rentner" Bernhard) startete denkbar unglücklich. Joshi übersah leider im fünten Zug eine Drohung auf f2 und verlor nach wenigen Minuten. Justus teilte den Punkt in etwas besserer Stellung nach einer knappen Stunde. Bernhard spielte eine strategisch gute Partie und konnte seine aktiveren Figuren in Materialvorteil verwandeln.

Blieb noch Marathonmann Leopold. Wer bis hierhin aufmerksam gelesen hat, dürfte bemerkt haben, dass Leopold bereits am Nachmittag in der Jugend mitgespielt hat. Eine Pizza später spielte er die nächste Partie. Nachdem er schnell eine Qualität gewonnen hatte, rechnete der Trainer mit einem entspannten Sieg. Beim nächsten Blick aufs Brett hatte Leopold dann ein hoffnungsloses Turmendspiel mit zwei Minusbauern auf dem Brett. Er überlegte, ob er ihm dazu raten sollte, die Partie aufzugeben, um Kräfte für die HJET zu schonen, verwarf den Gedanken aber.

Eine Stunde später wunderte er sich, dass die Partie noch immer läuft und noch mehr darüber, dass inzwischen beide Spieler nur noch einen Turm und jeweils einen Bauern hatten. Die gegnerischen Freibauern waren verschwunden. Die Stellung war Remis. Der Trainer überlegte, ihm zu raten, Remis anzubieten, entschied sich aber dagegen. "Soll er halt noch irgendwas ziehen, er wird es schon selbst merken, dass da nicht mehr geht", waren seine Gedanken. Dann tauschten sich die Türme und es entstand ein Bauernendspiel, in dem Leopold drohte, den gegnerischen Bauern zu gewinnen. Die Stellung (Weiß: Kf3 Bg4 Schwarz Kh4 Bg5) war allerdings noch immer Remis, falls Weiß Kf2 zieht, um nach Kxg4 mit Kg2 in die Opposition zu gehen. Weiß gab allerdings auf. Mit diesem 2,5:1,5 Sieg nach knapp drei Stunden war beim besten Willen nicht zu rechnen.

Die 2.Herren hatten es mit der sehr jungen Mannschaft aus Blankenese zu tun. Trainer Florian meinte nach ungefähr zwei Stunden Spielzeit, dass wir den Wettkampf verlieren werden.

Das erste Ergebnis kam dann von Deniz. Er nahm im Mittelspiel ein Remisangebot an. Die Eröffnung lief nicht ganz so gut für ihn, da er im zweiten Zug vergessen hatte, was er eigentlich spielen wollte. Mit Anfang 30 wird man halt langsam etwas tüdelig meinte er. Leonard hingegen konnte sich sehr viel mehr Theorie merken und lieferte sich ein wildes Eröffnungsgefecht mit seinem Gegner. In Zug 13 verließ er die Theorie, sein Gegner nutze diesen Fehler aber nicht und ab da lief die Partie sehr deutlich zu seinen Gunsten. Damentausch, Läuferpaar, Mehrbauer.

Der Sieg von David S war nicht durchgehend zu erwarten. Dass die Eröffnung dabei gefreestylt wird, war nur temporär kritisch. Dazu kam irgendwann auch noch eine kaputte Königsstellung. Da sein Gegner aber darauf verzichtete, zwei Türme für Dame, Bauer und Angriff zu tauschen, konnte er die Partie doch noch drehen.

Der Sieg von David M war verdient. Im Endspiel hatte er die aktiveren Figuren und die Angst der Trainer vor einem gegnerischen Freibauern war laut Engine unbegründet.

Der hochmotivierte Ersatzspieler Marvin ("wollen wir Remis machen, dann können wir endlich ein Brettspiel spielen") konnte sein besseres Endspiel leider nicht gewinnen, da sein Gegner mit einem hübschen Mattmotiv eine Zugwiederholung erzwingen konnte.

Apolo stand nach der Eröffnung höchst bedenklich, fand sich in der komplizierten Stellung dann besser zurecht als sein Gegner und konnte in ein gewonnenes Endspiel abwickeln.

Anton kam gut aus der Eröffnung, vergaß dann aber seinen eigenen Angriffsplan, ließ zuviel Gegenspiel am Damenflügel zu und verlor.

Tom konnte seine Partie ebenfalls gewinnen, auch wenn er in der Eröffnungsphase einige bange Momente überstehen musste.

Am Ende konnten wir also 6:2 gewinnen, auch wenn eine 3:5 Niederlage durchaus auch ein realistisches Ergebnis gewesen wäre. Aber am heutigen Tag hatten wir in allen drei Kämpfen das nötige Quentchen Glück auf unserer Seite, uns vor zwei Wochen noch fehlte.



6. Herren weiterhin erfolgreich unterwegs

Rene Mandelbaum | 25.01.2026 | #183
Am Donnerstag, den 22.1. hatte das "Familienteam Jansen/Hausberg" ein Auswärtsspiel beim HSK. Unser Trainer vor Ort Tom B war von Tommys Partie sehr begeistert. Er hat mit guten Angriffsideen die gegnerische Stellung erstürmt. Keno hingegen habe mit einem "billigen Trick" eine Figur gewonnen. Dass sein König dabei lange auf die Rochade verzichtete, wurde zum Glück nicht bestraft. Piet hat verloren, Tom J hat gewonnen. Insgesamt hat das Team also 3:1 gewonnen und ist damit Tabellenführer. Schön, dass der Verband diese unterste Liga für Turniereinsteiger vor einigen Jahren eingeführt hat. Auch in den künftigen Jahren wollen wir so Einsteigern einen sanften Start ins Turniergeschehen ermöglichen.



Start der Mannschaftskämpfe

| 21.01.2026 | #182
OK, so ganz passt die Überschrift nicht. Die 1.Herren haben bereits die halbe Saison hinter sich (orientiert am Spielplan der Bundesliga, welcher über das ganze Jahr verteilt ist) und auch die 1.+2.Jugend haben bereits im Herbst angefangen. Aber in den unteren Ligen startet die Saison immer im Januar.

Am Freitag, den 9.1. hatten die 3.Herren (das ist eine frei erfundene Bezeichnung, die in anderen Sportarten wohl auch so gewählt wird, richtig ist aber, dass alle Geschlechter spielen dürfen und es keine Alterseinschränkung gibt) ein Auswärtsspiel bei Königsspringer. Da es an diesem Tag etwas geschneit hat und auch die Schule ausfiel, stand erst gegen Mittag fest, dass die Straßen OK sind und der HVV auch fährt. In Absprache mit dem gegnerischen Mannschaftsführer haben wir entschieden, ganz normal zu spielen.

Dank Siegen von Henryk, Ulrich und Bernhard, sowie Punkteteilungen von Ben, Mio und Daniel sowie Niederlagen von Henry und Jakob konnten wir 4,5:3,5 gewinnen. An einigen Brettern war mehr möglich, an einigen war auch weniger möglich.

Das Heimspiel der 2.Herren wurde leider vom Gegner Pinneberg abgesagt. Für uns ist das extrem blöd, weil wir unsere stärkste Besetzung zusammen hatten, was an potentiellen Nachholterminen leider nicht funktionieren wird. Bzw. es hätte am von uns gewünschten Nachholtermin sogar funktioniert, aber da wollen die Gegner nicht spielen, da sie als Schleswig-Holsteiner genau dann Ferien haben. Grummel. Wenn man sich dafür entscheidet, in Hamburg Mannschaftskämpfe zu spielen, sollte man sich den Hamburger Terminen anpassen. Blöde Verbandsentscheidung gegen uns.

Die 5.Jugend hatte ein Heimspiel, das 2:4 gegen die Schachelschweine verloren wurde. Gewonnen haben Keno und Max, verloren haben Tommy, Clemens, Vicco und Constantin.

Unsere 4.Jugend konnte das Heimspiel gegen Blankenese leider nicht spielen, weil die Fahrer dort den Weg gescheut haben.

Am Sonntag, den 11.1. hat die 1.Jugend in der Jugendbundesliga knapp mit 2,5:3,5 gegen Neumünster verloren. Ben und Henry konnten gewinnen, Umut spielte Remis, Mete, Luka und Daniel haben verloren. Die 2.Jugend hat 2:4 gegen den HSK verloren. Max hat gewonnen, Matteo und Vukasin haben Remis gespielt, Lara, Mats und Mio haben verloren. Das war schon etwas ärgerlich, denn in einer Verlustpartie hatten wir einen glatten Turm mehr, aber eine angegriffene Dame wurde stehengelassen und in einem Endspiel mit T+L+5B vs. T+4B wurde einzügig L+Freibauer eingestellt.

Am Freitag, den 16.1. haben die 3.Herren gegen Barmbek 3,5:4,5 verloren. Gewonnen haben Lukas und Ben, Remis spielten Marvin, Valentin und Mio, verloren haben Dustin, Dennis und Anton.

Unsere neu gegründeten 5.Herren konnten zum Start 4:0 gegen Volksdorf gewinnen. Das Team besteht nur aus zwei Familien, Tom mit seinen Söhnen Keno und Luk, sowie Piet mit seinem Sohn Tommy. Dieses Mal setzte Piet aus und die anderen Spieler gewannen ihre Partien.



1. Mannschaft zaubert erneut

| 08.12.2025 | #181
„Ein Zauberer kommt nie zu spät, ebenso wenig zu früh. Er trifft genau dann ein, wenn er es beabsichtigt.“ (Gandalf in Herr der Ringe)

„Weisse Dame spielt nie ersatzgeschwächt. Es treten genau die Spieler an, die beabsichtigt sind." (Der, dessen Name nicht genannt werden darf)

Am Sonntag um 9 Uhr wachte der, dessen Name nicht genannt werden darf, auf, da er kurz Wasser lassen muss. Er griff nach seinem Handy um den Weg auszuleuchten. "Hmm, wer schrieb da um 5:16 Uhr eine Nachricht?" Ein geplanter Spieler meldete einen Magen Darm Virus und dass er nicht spielen könne. Der Nichtmannschaftsführer schrieb also fünf potentielle Ersatzspieler an in der Hoffnung, dass einer vielleicht zufällig ebenfalls viel zu früh wach ist. Tatsächlich kamen in den nächsten 30 Minuten drei Absagen, aber auch eine Zusage von Leonard. Also noch flugs den Mannschaftsführer informieren, was in der letzten halben Stunde passiert ist und danach noch etwas an der Matratze horchen.

Alle Spieler waren so rechtzeitig wie Zauberer da. Halt genau dann, wenn sie es beabsichtigen. Zum Glück haben wir magische Schachfiguren, die sich ganz von selbst aufbauen.

Eren wurde durch eine krumme Eröffnung überrascht, die allerdings zumindest in Blitzpartien von Nakamura angewendet wird. Er tauschte ein paar Figuren und teilte dann den Punkt. Georg konnte uns in Führung bringen. Er klammerte einen Bauern ab und überstand die zeitweilig etwas unharmonische Stellung seiner Figuren. Leonard stand lange gut, eine Zeit lang auf Gewinn, hatte dann aber in Zeitnot Quatsch gemacht und verlor. Christian gewann eine typische Christian-Partie. Keine Figuren entwickeln, irgendwie Bauern am Königsflügel nach vorne schieben, Zeitnot, schlecht stehen, Taktik, fertig. Jan konnte die Kraft des Läuferpaars demonstrieren und ganz zum Ende ein hübsches Mattnetz stricken. Florian gewann einen Bauern und hatte zusätzlich Angriff. Das reichte. Lars konnte im Endspiel einen schönen Mattangriff starten. René stand gut, übersah einen Trick, stand unangenehm, traf noch eine schlechte Entscheidung und verlor. Das ergibt einen 5,5:2,5 Sieg. Unsere magischen Figuren haben sich anschließend ganz von alleine zurück in den Schrank bewegt. Ein Spieler haut nicht vor dem Abbauen ab. Er ist immer genau da, wo er sein will. Zum Beispiel zu Hause. Und für zwei Flaschen Wasser wurde genau das bezahlt, was man bezahlen wollte. Nichts.

Zur Hälfte der Saison haben wir 6:2 Mannschaftspunkte und stehen auf Platz 2. Mit dem Abstieg sollten wir nichts mehr zu tun haben. Lars und Jan spielen bisher eine gute Saison und haben schon jetzt mehr Punkte gesammelt, als in der gesamten letzten Saison.



Norddeutsche Vereinsmeisterschaft 2025 U12

Deniz Schmidt | 15.11.2025 | #180

Mit fünf Spielern sind wir beim NDV U12 angetreten. Als letzte gesetzte Mannschaft hatten wir nicht die besten Startvoraussetzungen, da die 2 stärksten Spieler ausfielen, aber am Ende wurde es ein ganz ordentlicher 14. Platz von 19 Teams.

1. Runde: Spielfrei

Die erste Runde hatten wir spielfrei, was als Remis gewertet wurde. Als letzte gesetzte Mannschaft gingen wir damit wenigstens nicht punktlos ins Turnier. Die nächsten Gegner würden dadurch zwar stärker sein, aber wir bekamen die Chance auf vernünftige Partien. Im Ersatzturnier konnten wir uns schon mal warmspielen.

2. Runde: SK Weisse Dame Hamburg (Setzplatz 19) - SK Lehrte (Setzplatz 17)

1:3 Niederlage

Unser Gegner hatte überraschend sein erstes Spiel gewonnen. An Brett 1 konnte Justus Skandinavisch spielen, manövrierte sich aber leider in komplizierte Gewässer und erlag dem besseren Gegner. Keno spielte seinen Schotten und bekam eine angenehme Stellung, versuchte dann allerdings im falschen Moment die Stellung zu brechen und opferte ohne große Not eine Leichtfigur – die Niederlage folgte.

An Brett 3 blitzte Thomas ein solides Damengambit runter, um dann im entscheidenden Moment in einem haushoch gewonnenen Turmendspiel einen sehr schlechten Zug zu spielen, der den Turm einstellte und die Partie sofort verlor. An Brett 4 spielte Matteo ebenfalls schnell, hatte aber mehr Glück und gewann.

Eine unglückliche Runde, in der mehr drin gewesen wäre. Die Niederlage war unnötig, zeigte aber auch, dass vieles in diesem Turnier möglich war, vor allem wenn unsere Jungs die 90 Minuten +30sek/Zug auch einsetzen. (nach 40 Zügen gibt es nochmal 30 Minuten obendrauf)

3. Runde: Findorffer Schachfreunde (15) – SK Weisse Dame Hamburg

1,5:2,5 Sieg

Es ging gegen einen gut schlagbaren Gegner. An Brett 1 gab es viel Hin und Her, nachdem Justus sehr gut aus seinem Schotten gekommen war. Dann gab es Konzentrationsschwierigkeiten, es wurde aufgehört nachzudenken und die Dame 1-zügig eingestellt.

An Brett 2 wurde Skandinavisch gespielt, was zu einer schwierigen Stellung führte. Die schwache Grundreihe wurde außer Acht gelassen, glücklicherweise konnte der Gegner den Ausmacher nicht finden, ging in ein schlechteres Bauernendspiel und verlor dieses prompt gegen Keno. dies war die letzte gespielte Partie – wir gingen davon aus, dass sie Remis ausgehen würde und der gesamte Kampf ebenfalls unentschieden enden würde.

An Brett 3 spielte Thomas schnell und stellte einen Bauern ein, den der Gegner im zweiten Versuch auch nahm. Dann wurde ihm in schlechterer Stellung Remis geboten, welches Thomas angenommen hatte. An Brett 4 machte unser Ersatzspieler Max sein erstes Debüt und schaffte es, seinen Gegner im Italiener mit einem schönen Königsangriff zusammenzuspielen. Beide spielten sehr schnell, sodass am Ende die Uhr die ganzen 90 Minuten Spielzeit für beide Parteien anzeigte.

Wir gewannen den zweiten regulären Mannschaftskampf eher glücklich, allerdings zeigte es auch, dass alles möglich war.

4. Runde: SC Aurich (12) - SK Weisse Dame Hamburg

2:2 Unentschieden

Am Sonntagnachmittag ging es gegen die an 12. gesetzten, die durch die Bank weg bessere Spieler hatten – allerdings nicht unschlagbar. Diesmal setzte unser Matteo aus. An Brett 1 kam ein Sizilianer aufs Brett und Justus verlor die Übersicht, als die Stellung sich verkomplizierte. In den entscheidenden Punkten wurde sich nicht konzentriert, ein Gewinn wurde übersehen und dann auch noch ein Turm eingestellt. Keno spielte eine solide Partie, setzte seinen Gegner unter Druck und gewann ohne weitere Probleme. An Brett 3 spielte Matteo schnell, allerdings wurde ein schöner Königsangriff hingelegt, der den Gegner zum Erliegen brachte. An Brett 4 hatte Max schön alle Figuren entwickelt und rochiert, nutzte dann allerdings seine Zeit nicht zum Nachdenken und stellte eine Figur ein.

Der Kampf ging 2:2 unentschieden aus, was bei den Umständen gerechtfertigt schien.

Nachdem Mittagessen haben wir uns noch ein Eis als Nachtisch gegönnt.

5. Runde: SK Weisse Dame Hamburg – Elmshorner SC (7)

0,5:3,5 Niederlage

In dieser Runde setzte Keno aus. Justus hatte einen harten Brocken mit 1750 DWZ vor sich. Dieser stellte früh 1-Zügig seinen Turm ein, jedoch konnte Justus dies nicht ausnutzen und verlor dennoch die Partie.

Thomas an Brett 2 spielte eine für beide Seiten chancenreiche Partie. Die Qualität mehr wurde nicht verwertet und er spielte Remis. An Brett 3 spielte Matteo. Matteo fand ein interessantes Figurenopfer, spielte es jedoch sehr ungenau weiter, sodass der Gegner die Partie mit der Mehrfigur gewann. An Brett 4 kam Max schön aus der Eröffnung raus, aber es wurde wieder zu schnell gespielt und es folgte ein Figureneinsteller.

6. Runde: USV Halle (10)- SK Weisse Dame Hamburg

2,5:1,5 Niederlage

Eigentlich hätte unser Justus in dieser Runde aussetzen sollen, allerdings hatte Keno Kopfschmerzen, weshalb wir wieder mit der gleichen Aufstellung wie in Runde 5 spielten. Diesmal gegen den USV Halle, die alle leicht stärkere Spieler als wir hatten.

An Brett 1 spielte Justus seinen Schotten und übersah einen Qualitätseinsteller, fand jedoch noch ein hübsches Dauerschach, das ihn ins Remis rettete. An Brett 2 manövrierte Thomas in eine schwierige Situation und verlor die Kontrolle im Endspiel, was zur Niederlage führte.

An Brett 3 hatte Matteo den d-Bauern im langsamen Italienisch eingestellt. Trotzdem fand er einen Weg, die gegnerische Dame zu fangen, was dann doch den Sieg heimfuhr. An Brett 4 stellte Max leider recht zügig eine Leichtfigur ein und verlor.

Nach der Partie wollten wir noch einmal ans Elbufer, jedoch ist der gesamte Bereich gesperrt gewesen, da es marode sein soll.

7. Runde: SK Weisse Dame Hamburg – USV Halle (16)

3,5:0,5 Sieg

Um mit einem Sieg in der letzten Runde heimzufahren, spielten wir wieder mit unserer Top-Aufstellung. Der Tag begann früh um 7:00 Uhr – die Zimmer mussten vor der Partie bereits fertig sein und die Koffer gepackt. Also schnell packen, auf die Partien vorbereiten, frühstücken und dann in die letzte Partie.

An Brett 1 wurde eine solide Partie gespielt. Justus traute sich jedoch nicht, eine bessere Stellung weiterzubehandeln, und bat mich, Remis bieten zu dürfen. Da dies den Sieg der Mannschaft sicherte, kam es auch dazu.

An Brett 2 stellte der Gegner ohne Not eine Leichtfigur ein, was von Keno souverän gewonnen wurde. An Brett 3 fand Thomas im richtigen Zeitpunkt den Gegenschlag im Zentrum in der Schottische Eröffnung und setzte den Gegner weiter unter Druck. Dies führte zu einem Qualitätseinsteller des Gegners, der zum Sieg führte. An Brett 4 stellte die Gegnerin ebenfalls eine Leichtfigur ein, und Mateo knüpfte ein schönes Mattnetz.

Vor der Siegerehrung gab es nochmal ein Eis. Wir mussten uns bei der Siegerehrung auch beeilen, da wir noch die Bahn erwischen wollten. Mit einem schnellem Gang haben wir sie noch erreicht.

Endergebnis: Platz 14 von 19 – deutlich besser als die Setzliste vermuten ließ!

Alles in allem lag die Leistung der Jungs über den Erwartungen, und die meiste Zeit wurde solides Schach gespielt. Ein erfolgreiches Turnier für unser Team!

Die Partien können auf HIER gefunden werden und nachgespielt werden.




1. Mannschaft hält gegen den nächsten Favoriten stand.

Rene Mandelbaum | 17.10.2025 | #179
Zweite Runde Landesliga Hamburg: SKJE 1 – Weisse Dame 1
Gegen den SKJE haben wir auf dem Papier ähnlich viele Chancen wie die Herrenmannschaft des SV Meppen beim Fußballmatch gegen Bayern München. Wir waren an jedem Brett schwächer – die Differenz von 50 Elo-Punkten an Brett 8 (Sebastian mit Schwarz gegen Birger Wenzel) war das für uns günstigste Verhältnis. So ist es eben, wenn man eine Mannschaft voller Hobbyspieler hat und gegen Teams spielt, die sich zur Verwirklichung ihrer Saisonziele gezielt verstärkt haben.
Christian machte an 7 mit Weiß gegen Behrhorst remis. Seine Stellung gab anscheinend nicht viel her – hier wäre Spott über 1. Sf3/g3/b3-Aufbauten möglich, aber angesichts des Punktgewinns gegen einen FM gratulieren wir Christian.
Auch Florian an 1 spielte mit Weiß gegen GM Rogoczenko remis. Bravo für den halben Punkt gegen einen starken Titelträger – die Eröffnungsfeinheiten in Französisch darf unser einziger Titelträger gern selbst erläutern.
Als bald darauf René gut vorbereitet im Grünfeldinder mit Schwarz gegen Robin Keyser einen halben Punkt beisteuerten, durften wir hoffen, nicht die erwartete haushohe Niederlage zu erleiden – die anderen Bretter sahen schlimmstenfalls umkämpft für uns aus.
An Brett 6 nahm Jan das Angebot seines Gegners R. Zart an, was uns zumindest zwei Brettpunkte sicherte (ich hätte Jans Damengambit zwischenzeitlich für ein wenig bedenklich gehalten, verstehe aber nichts davon).
Auch Georg konnte sein spannungsgeladenes Endspiel mit einem Minusbauern und Mehrheiten auf unterschiedlichen Flügeln dank putzigen Fesselungsmotiven gegen den schwarzen Springer auf d5 gegen IM Wegner remis halten. Auch hier ein großes Bravo.
An 8 hielt Sebastian mit Schwarz ebenfalls eine schwerblütige Partie gegen 1.d4 remis. Drei Punkte und zwei Partien – war da vielleicht etwas möglich?
Leider musste Eren seine Schwarzpartie gegen GM Elisabeth Pähtz trotz guter und hartnäckiger Verteidigung aufgeben.
Es stand 3:4 gegen uns.
Lars hatte in der letzten Partie mit Weiß gegen Wirthgens überraschenden Königsinder den Angriff am Damenflügel ins Rollen gebracht, während Wirthgen den weißen König jagte. Nach ein paar weißen, später auch schwarzen Ungenauigkeiten hatte Wirthgen seine Gewinnstellung verdorben und musste in ein Endspiel mit einer Minusfigur gegen nur einen Bauern einlenken. Lars aktivierte seine Figuren und stellte den schwarzen König in eine Mattstellung – das Ende kam im 57. Zug.
4:4, wir bleiben ungeschlagen und haben uns gegen zwei der nominell stärksten Mannschaften, SKJE und Großhansdorf, behauptet – ein super Saisonauftakt.
(Lars mit leichter Unterstützung von René)



Erfolgreicher Saisonstart der 1. Mannschaft

| 13.10.2025 | #178
Am Sonntag, den 28.9. startete die Saison für alle höheren Spielklassen, also Bundesliga, Oberliga und Landesliga. Im Gegensatz zu den "normalen" Mannschaften wird in der höchsten Hamburger Liga am Sonntag gespielt. Das berühmte Liga-Orakel, welches die Endtabelle aufgrund der Wertungszahlen der Teams vorhersagt, hat uns nach neun Jahren als Abstiegskandidat erstmals im Mittelfeld vorgesehen. Gegner Großhansdorf ist allerdings hinter dem SKJE und Diogenes Aufstiegsfavorit. Aber das Orakel geht davon aus, dass alle Teams immer die Nummern 1-8 ans Brett bekommt. Bei uns war das wegen dies, das, Ananas leider nicht möglich. Zum Glück hatte Großhansdorf dieses Mal nur einen ihrer Söldner mitgebracht. Auf dem Papier waren wir zwar Außenseiter, aber nur an zwei Brettern so wirklich deutlich.
Christian erbeutete ausgangs der Eröffnung einen Bauern, nahm dann aber ein Remisangebot an. Die Engine hätte weitergespielt.
In einem spannenden Mittelspiel übersah Erens Gegner eine Taktik, was uns früh in Führung brachte.
Ebenfalls noch im Mittelspiel bot Mete in wilder Stellung Remis an, was akzeptiert wurde. Die Engine sah ihn allerdings vorne.
Das 3:1 konnte René erzielen. Nach einigen beidseitigen Ungenauigkeiten konnte er sich einen Bauern schnappen und im Endspiel sicher verwerten.
Bei Georg ist leider früh ein Bauern verloren gegangen. Ein Qualitätsopfer gab ihm zumindest noch praktische Chancen und im Endspiel gab es dann tatsächlich noch einen Remisweg, den er leider übersah. So ging die Partie verloren.
Lars konnte sehr viel Raum gewinnen und der gegnerische Befreiungsversuch unter Opfer ging schief.
Beim Stand von 4:2 konnte Leonard mit einem Remis den Mannschaftssieg absichern. Er stand zwar lange Zeit besser, fand aber nicht den Ausmacher.
Florian opferte in einem wilden Sizilianer eine Qualität und schätze die Folgen durchaus gut ein. In Zeitnot übersah er allerdings einen Trick und verlor dann leider doch noch. Egal.
Das Team hat gewonnen und damit einen ersten Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht.



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